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lloydslist+1news.bloomberglaw+1aljazeera+1Präsident Donald Trump kündigte am Sonntag „Project Freedom“ an, einen Plan, um im Persischen Golf festsitzenden Handelsschiffen bei der sicheren Navigation durch die Straße von Hormus zu helfen. Die Initiative startete jedoch am Montag mit wenigen operativen Details und ohne Abstimmung mit der Schifffahrtsbranche, der sie dienen soll.
Trump stellte die Operation in einem Beitrag auf Truth Social vor und schrieb, die Vereinigten Staaten würden „ihre Schiffe sicher aus diesen eingeschränkten Wasserstraßen leiten, damit sie frei und ungehindert ihrem Geschäft nachgehen können.“ Das U.S. Central Command folgte mit einer Erklärung, in der die für den Einsatz zugesagten militärischen Mittel aufgeführt wurden: Lenkwaffenzerstörer, mehr als 100 Flugzeuge, unbemannte Plattformen und etwa 15.000 Soldaten.cnbc+2
Doch innerhalb weniger Stunden berichtete das Wall Street Journal, dass „Project Freedom“ faktisch eine „Koordinierungszelle“ und keine Marine-Eskortmission sei, die dazu dienen soll, sichere Routen für Kapitäne und Reedereien zu identifizieren, damit diese sie eigenständig befahren können. Ein US-Beamter teilte CNN Warner Bros. Discovery, Inc. mit, die Mission sei „keine Eskortmission“, während Axios berichtete, dass Marineeinheiten „in der Nähe“ bleiben würden, um Angriffe abzuschrecken, ohne Handelsschiffe direkt zu begleiten. Diese Unterscheidung ließ viele in der Branche ratlos zurück.caliber+2
Laut Bloomberg hinterließ die Ankündigung bei Führungskräften der Schifffahrt „Verwirrung“, während die Angriffe anhielten und der Verkehr nahezu zum Stillstand kam. Lloyd's List berichtete, dass vor Trumps Social-Media-Beitrag keine Vorplanung mit der Industrie stattgefunden habe, was die Reedereien dazu zwang, „händeringend nach Details zu suchen.“ Bis Montag riet eine Mitteilung des Joint Maritime Information Center den Schiffen, durch omanische Hoheitsgewässer unter Nutzung einer von den USA eingerichteten „erweiterten Sicherheitszone“ zu fahren, wobei die omanische Küstenwache die Verkehrskontrolle übernahm.news.bloomberglaw+2
Der Plan entstand vor dem Hintergrund anhaltender Gewalt. Am Sonntag wurde ein Frachtschiff etwa 11 Seemeilen westlich von Sirik, Iran, von mehreren kleinen Booten angegriffen, so das United Kingdom Maritime Trade Operations Center. Ein Tanker meldete kurz nach Trumps Ankündigung ebenfalls, vor der Küste von Fudschaira von unbekannten Projektilen getroffen worden zu sein. Das iranische Militär warnte am Montag, dass jede ausländische Militärpräsenz in der Nähe der Straße auf Aggression stoßen werde.lloydslist+2
Europäische Nationen haben wenig Interesse an einer Beteiligung gezeigt. Mehrere EU-Mitglieder, darunter Deutschland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich, haben eine militärische Beteiligung an der Hormus-Krise ausgeschlossen, während Frankreich erklärte, eine Marine-Eskortmission würde erst nach Kriegsende stattfinden. Trump bezeichnete die Initiative als „humanitäre Geste“ und deutete an, sie könne laufende diplomatische Gespräche mit Teheran unterstützen, warnte jedoch, dass jede Einmischung mit einer „kraftvollen“ Antwort beantwortet werde.aljazeera+2
Das vereinte Kommando des Iran wies die Operation rundweg zurück. „Wir haben wiederholt gesagt, dass die Sicherheit der Straße von Hormus in unseren Händen liegt und dass die sichere Durchfahrt von Schiffen mit den Streitkräften koordiniert werden muss“, sagte Ali Abdollahi, Leiter des vereinten iranischen Militärkommandos.lloydslist