Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

tomshardware+1cnbc+1tomshardware+1Die Trump-Administration entwickelt eine neue Exportkontrollregel, die verhindern soll, dass chinesische Unternehmen über ausländische Rechenzentren auf fortschrittliche KI-Rechenleistung zugreifen, so ein Bericht von The Information vom 28. August 2026. Die vorgeschlagene Regelung würde den Fernzugriff auf Nvidia GPU-Cluster in Ländern wie Thailand und Singapur ins Visier nehmen, Nationen, die nicht denselben Chip-Exportbeschränkungen unterliegen wie China.tomshardware+1
Das Handelsministerium könnte den Entwurf bereits im September zur Stellungnahme an Industrieverbände weitergeben, auch wenn der Weg zur Umsetzung sowohl auf rechtliche als auch auf praktische Hindernisse stößt.tomshardware
Die aktuellen US-Exportkontrollen, die auf Vorschriften aus dem Jahr 2022 basieren, konzentrieren sich primär auf die Beschränkung der physischen Lieferung von fortschrittlichen KI-Chips und Halbleiterfertigungsanlagen nach China. Doch chinesische Unternehmen haben einen Umweg gefunden: Sie mieten Rechenzeit auf Nvidia-bestückten Servern in Drittländern und erhalten so Zugriff auf dieselbe Rechenleistung, ohne die Hardware jemals zu importieren.memeburn
CNBC berichtete Anfang des Monats, dass chinesische KI-Firmen über Rechenzentren in Südostasien auf fortschrittliche Nvidia-Rechenleistung zugreifen und dabei ausnutzen, dass US-Regeln zwar physische KI-Chips kontrollieren, aber keinen Fernzugriff auf diese Chips abdecken.cnbc
Reuters berichtete bereits zuvor, dass Unternehmen wie Alibaba und ByteDance Teile des Trainings ihrer KI-Modelle in ausländische Rechenzentren verlagert haben, um auf eingeschränkte Hardware zuzugreifen.memeburn
Rechtsexperten haben Zweifel geäußert, ob das Handelsministerium Beschränkungen für den Fernzugriff durchsetzen kann. Ein Anwalt bei Baker McKenzie erklärte gegenüber The Information, es sei allgemein anerkannt, dass dem Ministerium die klare Befugnis fehle, Aktivitäten jenseits des Transports physischer Güter zu regulieren.tomshardware
Der Kongress hat Schritte unternommen, um diese Lücke zu schließen. Das Repräsentantenhaus verabschiedete im Januar 2026 den Remote Access Security Act, der dem Bureau of Industry and Security die ausdrückliche Befugnis zur Regulierung des Fernzugriffs auf kontrollierte Technologien erteilen würde. Der Gesetzentwurf definiert Fernzugriff als die Nutzung eines kontrollierten Gegenstands über eine Netzwerkverbindung, einschließlich des Internets oder eines Cloud-Computing-Dienstes, von einem anderen Ort als dem, an dem sich der Gegenstand physisch befindet.lw
Eine treibende Kraft hinter der vorgeschlagenen Regel ist das Kimi K3-Modell von Moonshot AI. Michael Kratsios, Direktor des Office of Science and Technology Policy im Weißen Haus, behauptete in einem Beitrag auf X im Juli, dass Moonshot destillierte US-KI-Modelle verwendet habe, um Kimi K3 über Nvidia-bestückte Server in Thailand zu trainieren. Das Bureau of Industry and Security gab am 31. Mai 2026 eine Leitlinie heraus, die klarstellte, dass Exportlizenzen erforderlich sind, wenn fortschrittliche Chips an Unternehmen mit Hauptsitz in China gesendet werden, selbst wenn diese Firmen außerhalb chinesischen Territoriums operieren – doch diese Regel befasste sich mit dem Hardwarebesitz, nicht mit dem Fernzugriff auf Rechenleistung.memeburn+1
Der neue Vorschlag würde, falls er finalisiert wird, eine Ausweitung der US-Exportkontrolldoktrin auf Gebiete darstellen, die Regulierungsbehörden bisher historisch vermieden haben.