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reuters+1wsj+1reuters+1US-Halbleiteraktien gaben am Donnerstag nach, als Südkoreas Vorgehen gegen gehebelte börsengehandelte Fonds (ETFs) auf Einzelaktien die wachsende Unruhe über die hohen Bewertungen im KI-Chip-Handel verschärfte. Der Philadelphia SE Semiconductor Index PHLX Semiconductor fiel um 4,29 Prozent, wobei Speicherchiphersteller am stärksten unter dem Verkaufsdruck litten.reuters+1
Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde kündigte am Donnerstag an, dass sie neue Notierungen von gehebelten ETFs auf Einzelaktien großer Technologieunternehmen vorübergehend verbieten wird. Gleichzeitig wird die für Privatanleger erforderliche Mindesteinlage für den Handel mit solchen Produkten ab dem 5. August auf 30 Millionen Won (etwa 20 300 US-Dollar) verdreifacht. Der Schritt folgt auf monatelange Volatilität bei Fonds, die an Samsung Electronics und SK Hynix gekoppelt sind und nach ihrer Einführung Ende Mai massiv an Popularität gewonnen hatten.finance.yahoo+3
Die regulatorische Maßnahme löste Schockwellen an den asiatischen Märkten aus, wobei der Kospi-Index im Gleichschritt mit SK Hynix und Samsung stark nachgab. Die Verkäufe setzten sich im US-Handel fort, wo KI-Speicheraktien wie Western Digital und SanDisk zu den am stärksten betroffenen Werten gehörten.wsj+1
Der Rückgang hielt an, obwohl die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company am Donnerstag ihr fünftes Rekordquartal in Folge meldete. Reuters berichtete, dass die in den USA notierten Aktien von TSMC trotz der Ergebnisse um 2,1 Prozent fielen, da Anleger angesichts der Prüfung hoher Bewertungen zwischen Risikobereitschaft und Vorsicht schwankten.wsj+1
Der Nasdaq Composite verlor im Tagesverlauf 1,5 Prozent, während der S&P 500 um 0,5 Prozent nachgab. Die Schwäche im Chipsektor überlagerte dabei die positiven Quartalszahlen von UnitedHealth Group und GE Aerospace.finance.yahoo
Der Ausverkauf findet vor dem Hintergrund eines strukturellen Mangels an Speicherchips statt, der durch Ausgaben für KI-Infrastruktur vorangetrieben wird. Branchenanalysen zufolge werden bis zu 70 Prozent der weltweit produzierten Speicherchips im Jahr 2026 für KI-Rechenzentren bestimmt sein, da Hersteller Speicher mit hoher Bandbreite gegenüber Verbraucherprodukten priorisieren. Analysten erwarten, dass die Versorgungsengpässe bis 2027 anhalten werden, obwohl einige nun infrage stellen, ob der Mangel im laufenden Quartal seinen Höhepunkt erreicht, da das Wachstum der Investitionsausgaben zunehmend kritisch hinterfragt wird.everstream+2
Das Wall Street Journal News Corp berichtete, dass der breitere Markt weiterhin unter dem Druck geopolitischer Bedenken stand, wobei Anleger neben dem Tech-Ausverkauf auch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran beobachteten.finance.yahoo+1