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bbc+1anews+1thejournal+1Hunderte von Harry-Potter-Fans haben die Entwickler eines 430 Millionen Pfund teuren Unterwasserstromkabels zwischen Großbritannien und Irland dazu gedrängt, das Projekt umzuleiten. Zuvor war bekannt geworden, dass die Trasse direkt durch eine inoffizielle Gedenkstätte für den Hauselfen Dobby an einem walisischen Strand verlaufen sollte.
Die Greenlink-Verbindung, ein 190 km langes Hochspannungskabel, das das EirGrid-Umspannwerk Great Island in der irischen Grafschaft Wexford mit dem National-Grid-Umspannwerk Pembroke in Wales verbindet, ging im Februar 2025 in Betrieb und kann bis zu 380.000 Haushalte mit Strom versorgen. Doch vor dem Bau stieß das Projekt am Strand von Freshwater West in Pembrokeshire auf ein ungewöhnliches Hindernis: Dort wurde Dobbys Todesszene in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1 gedreht, und Fans haben dort seither eine Gedenkstätte aus bemaltem Stein und Socken errichtet.anews+2
Simon Ludlam, Gründer des Energieberatungsunternehmens Etchea Energy und ehemalige Projektdirektor, schilderte die Episode in dem am 5. August veröffentlichten Podcast The Energy Revolution. Er erklärte, dass sein Unternehmen nach der Ausstrahlung eines Interviews mit BBC Wales, in dem er den geplanten unterirdischen Verlauf des Kabels gezeigt hatte, Wochen später von Beschwerden überschwemmt wurde.bbc+2
„Wir erhielten Hunderte von Anrufen, ich meine wirklich Hunderte von Anrufen“, sagte Ludlam.thejournal+1
Ein Kollege informierte Ludlam darüber, dass das Kabel „direkt durch Dobbys Grab verlaufen“ würde. Seine erste Reaktion war pure Verwirrung: „Ich sagte: ‚Dobby? Wer ist Dobby?‘“ Er fügte hinzu: „Er ist eine fiktive Figur in einem fiktiven Buch, das Ganze ist fiktiv, wovon redet ihr überhaupt?“independent+1
Doch als ihm klargemacht wurde, dass die Angelegenheit „sehr, sehr ernst“ sei, kehrte das Team zu den Planern zurück, um eine alternative Route auszuarbeiten. Das Kabel wurde erfolgreich umgeleitet, obwohl es letztlich nahe an echten Überresten aus der Bronzezeit vorbeigeführt wurde: einem umgedrehten Tongefäß, bei dem es sich vermutlich um eine Urne aus der Zeit um 1700 bis 1500 v. Chr. handelt.easterneye+1
„Tatsächlich kamen wir einigen echten bronzezeitlichen Überresten ziemlich nahe, aber wir haben Dobbys Grab vermieden“, sagte Ludlam. „Viele Menschen waren darüber sehr glücklich, das Projekt läuft jetzt und Dobby ist zufrieden.“bbc+1
Das Denkmal war bereits 2022 vom Abriss bedroht, als der National Trust Cymru Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen auf den empfindlichen Strand äußerte. Nach einer öffentlichen Anhörung durfte die Gedenkstätte bleiben, allerdings wurden die Fans dringend gebeten, keine Socken und andere Gegenstände mehr zu hinterlassen, die der lokalen Tierwelt schaden könnten.anews+1
Rückblickend stellte Ludlam fest, es sei „das erste Mal, dass wir wegen einer fiktiven Figur ausgewichen sind“, und fügte hinzu, dass Infrastrukturentwickler flexibel bleiben müssen: „Manchmal hat eben auch ein 10-jähriges Mädchen recht.“cbsnews+1