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europapress.es+1.bbc.com.efe.com+2.Der spanische Verkehrsminister Óscar Puente erklärte am Freitag, den 30. Oktober, dass er nach der Kollision von Hochgeschwindigkeitszügen am Mittwoch nahe Urda in der Provinz Toledo, bei der mindestens 69 Menschen starben, nicht zurücktreten werde. "Meine Art, Verantwortung zu übernehmen, ist es, mich der Situation zu stellen", sagte er laut Europa Press auf einer Pressekonferenz in seinem Ministerium. Er habe "nichts zu verbergen" und seine Pflicht sei es, "das Problem zu lösen", berichtete die BBC.bbc.com+1
Das Unglück ereignete sich, als ein staatlicher Renfe-Hochgeschwindigkeitszug auf einen stehenden Iryo-Zug auffuhr. Es war Spaniens zweiter tödlicher Hochgeschwindigkeitsunfall in weniger als einem Jahr. Im Januar kamen bei einer Kollision auf derselben Strecke Madrid-Sevilla nahe Adamuz 46 Menschen ums Leben.bbc.com
Nach der Pressekonferenz teilte Puente Reportern mit, dass er nach dem Unglück sein Amt zur Verfügung gestellt habe. Sánchez habe dies abgelehnt und einen Rücktritt als "ungerecht" bezeichnet, berichtete Europa Press in Übereinstimmung mit Berichten von ABC. "Das Einfachste für mich wäre zu gehen, aber das entspricht weder meinem Charakter, noch ist es das, worum mich der Premierminister gebeten hat", sagte Puente.abc.es+2
Puente erklärte, die bisherigen Beweise deuteten auf ein Versagen in der Kontrollzentrale hin, die von Adif, dem staatlichen Verwalter der Eisenbahninfrastruktur, betrieben wird. Er sagte zudem, er werde "keinen Arbeiter als Schutzschild benutzen" und nicht zulassen, dass Forderungen nach Rechenschaftspflicht zu einer überstürzten Suche nach Schuldigen führen. Er räumte ein, dass das öffentliche Vertrauen in die Eisenbahn "zerbrochen" sei. Er gab zudem bekannt, dass das LZB-Signalsystem auf der Strecke Madrid-Sevilla in diesem Jahr 170 Mal ausgefallen sei, eine Zahl, die er als "im normalen Bereich" bezeichnete. Zuvor hatte Sánchez dasselbe Wort verwendet und gesagt, das Vertrauen in den Hochgeschwindigkeitsverkehr sei "zerbrochen".europapress.es+3
Die konservative Volkspartei hat sich der Gewerkschaft CSIF angeschlossen und den Rücktritt von Puente gefordert. Die Gewerkschaft CCOO hat dieselbe Forderung erhoben. Ada Colau, die Kandidatin der Frente Amplio für das Amt des Premierministers, forderte ihn am Freitag auf, "so schnell wie möglich" zu gehen. Sie sagte, obwohl Puente keine direkte Rolle bei dem Unfall gespielt habe, trage er die "politische Verantwortung".canalsur.es+2
Eine vorläufige Untersuchung ergab, dass der Renfe-Zug mit einer Geschwindigkeit zwischen 160 und 200 km/h unterwegs war, als er auf den anderen Zug prallte. Durchgesickerte Audioaufnahmen deuten darauf hin, dass ein Fahrdienstleiter die Strecke freigegeben hatte, obwohl etwa 25 km weiter vorne ein anderer Zug liegen geblieben war.bbc.com
Puente hat beantragt, vor dem ständigen Ausschuss des Kongresses, der Diputación Permanente, auszusagen. Die Sitzung ist für Dienstag, den 3. November, um 17 Uhr angesetzt, wobei das Unglück der einzige Tagesordnungspunkt ist. "Wenn die Untersuchung zeigt, dass ein menschliches Versagen vorliegt, werden wir entsprechend handeln", sagte Puente.elespanol.com+1