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stocktitanstocktitanstocktitan+1Die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad ist unter keinem plausiblen Szenario mehr erreichbar, und es ist unwahrscheinlich, dass die Welt vor Ende des Jahrhunderts Netto-Null-Emissionen erreicht. Dies geht aus einer neuen, umfassenden Energiestudie hervor, die am Donnerstag von S&P Global veröffentlicht wurde.
Der Bericht Multidimensional Global Energy Pathways prognostiziert, dass der Primärenergiebedarf in Schwellenländern und Entwicklungsländern bis 2060 um mehr als 60 Prozent steigen könnte. Dies entspräche dem Hinzufügen eines weiteren Chinas zum globalen Energiesystem und würde die Bemühungen zur Senkung der Treibhausgasemissionen selbst unter den ambitioniertesten Dekarbonisierungsszenarien überfordern.spglobal+1
Die Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Institute of Energy Economics, Japan, erstellt wurde, verfolgt einen Bottom-up-Ansatz auf Länderebene für zwölf große Entwicklungsländer, darunter Indien, Brasilien, Indonesien und Nigeria. Im Gegensatz zu vielen Prognosen, die von vorgegebenen Klimazielen ausgehen, basiert der Bericht auf dem prognostizierten Energiebedarf, der durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Industrialisierung in der Entwicklungswelt getrieben wird.spglobal
"Die Denkweisen und politischen Ansätze, die den Energiewandel im letzten Jahrzehnt prägen sollten, sind mit den Realitäten der wirtschaftlichen Entwicklung, dem wachsenden Energiebedarf, der Geopolitik und dem Tempo des technologischen Fortschritts kollidiert", sagte Daniel Yergin, Vice Chairman von S&P Global.stocktitan
Während der Energiebedarf in Industrieländern und China weitgehend stabil bleiben dürfte, stellt der Bericht fest, dass neue kohlenstoffarme Energiequellen in Entwicklungsländern vor allem den zusätzlichen Bedarf decken, anstatt bestehende fossile Brennstoffe zu ersetzen. Dies führt zu einem sogenannten additiven Übergang, bei dem mehrere Energiequellen über Jahrzehnte hinweg koexistieren.spglobal
Das ambitionierteste Szenario des Berichts, der Emissionsminderungspfad, könnte die Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf 2 Grad begrenzen. Dies würde jedoch eine weltweite Verachtfachung der installierten Solar- und Windkapazitäten, eine 25-fache Steigerung der Batteriespeicherkapazitäten im Stromnetz sowie Investitionen in Höhe von 50 Billionen Dollar bis 2060 erfordern. Selbst auf diesem Pfad bleiben fossile Brennstoffe strukturell verankert, wobei weiterhin mehr als 11 Billionen Dollar an Investitionen in die Öl- und Gasförderung nötig sind, während die Ölnachfrage um über 40 Prozent sinkt.stocktitan
Ein wahrscheinlicheres Szenario unter der aktuellen Politik, der Pfad der aktuellen Realitäten, zeigt, dass die gesamten Treibhausgasemissionen nur um 17 Prozent sinken, was bis 2100 zu einer Erwärmung von 2,8 Grad führen würde.stocktitan
Die Ergebnisse kommen wenige Wochen nach einem Bericht der Vereinten Nationen, in dem eingeräumt wurde, dass die Welt das im Pariser Abkommen von 2015 festgelegte 1,5-Grad-Ziel verfehlen wird und sich stattdessen darauf konzentrieren sollte, das Ausmaß der Überschreitung zu begrenzen.nytimes+1
"Es gibt praktische Grenzen dafür, wie stark Stromsysteme expandieren, dekarbonisiert werden und dabei im erforderlichen Tempo, zu erschwinglichen Kosten und im Rahmen der verfügbaren Finanzmittel zuverlässig bleiben können", sagte Atul Arya, Senior Vice President und Chief Energy Strategist bei S&P Global Energy.stocktitan
Die Studie führt einen neuen Energy Prosperity Indicator ein, um politischen Entscheidungsträgern bei der Abwägung zwischen Bezahlbarkeit, Energiesicherheit und Emissionsminderung zu helfen. Dies unterstreicht, dass es keinen einheitlichen Fahrplan für die Energiewende gibt. Wie Yergin im Vorwort des Berichts schrieb: "Die Energiewende ist kontinuierlich und dauerhaft. Ihr Verlauf wird multidimensional, regional differenziert und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten erfolgen, nicht linear und schnell, wie es in der populären Erzählung propagiert wird."spglobal