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straitstimesstraitstimes+1writerbeware+1Eine Bundesrichterin in San Francisco erteilte am Montag die endgültige Genehmigung für den 1,5 Milliarden Dollar schweren Vergleich von Anthropic mit Autoren, die das KI-Unternehmen beschuldigt hatten, raubkopierte Bücher zum Training seines Chatbots Claude verwendet zu haben. Damit endet der größte bekannte Vergleich im Bereich Urheberrecht in der Geschichte der USA.
Die US-Bezirksrichterin Araceli Martinez-Olguin wies Einwände von Autoren zurück, die argumentierten, die Auszahlung sei zu gering. Sie erklärte, dass Beschwerden über die Höhe des Vergleichs "nicht auf einer realistischen Einschätzung der allgemeinen Risiken und Chancen eines Prozesses beruhten."straitstimes
Der Fall, einer von Dutzenden, die von Urheberrechtsinhabern gegen KI-Unternehmen wegen Trainingsdaten angestrengt wurden, ist die erste große Sammelklage dieser Art in den USA, die zu einer endgültigen Lösung geführt hat. Autoren und Verlage reichten Ansprüche für über 91 Prozent der mehr als 480 000 Werke ein, die in den Vergleich einbezogen wurden, wobei jeder Anspruchsberechtigte schätzungsweise etwa 3 100 Dollar pro Werk erhalten soll.chatgptiseatingtheworld+1
"Es ist die größte bekannte Entschädigung im Urheberrecht der Geschichte. Wir freuen uns darauf, die Ausschüttungen so schnell wie möglich an die Gruppe vorzunehmen", sagte der leitende Anwalt Justin Nelson in einer Erklärung.straitstimes
Die stellvertretende Chefjuristin von Anthropic, Aparna Sridhar, sagte, das Unternehmen sei "erfreut, dass mehr als 91 Prozent der Autoren und Verlage, die unter den Vergleich fallen, ihren Anteil an der Zahlung beansprucht haben."straitstimes
Die Autoren verklagten Anthropic im Jahr 2024 und argumentierten, dass das Unternehmen, das von Amazon.com und Alphabet unterstützt wird, raubkopierte Versionen ihrer Bücher aus Schattenbibliotheken wie Library Genesis verwendet habe, um Claude ohne Erlaubnis oder Vergütung zu trainieren.cnbc+1
Der inzwischen pensionierte Richter William Alsup entschied im Juni 2025, dass Anthropic die Werke der Autoren im Rahmen einer fairen Nutzung (Fair Use) zum Training von Claude verwendet habe, stellte jedoch fest, dass das Unternehmen das Urheberrecht verletzte, indem es mehr als sieben Millionen raubkopierte Bücher in einer "zentralen Bibliothek" speicherte, die nicht unbedingt für das KI-Training genutzt wurde. Ein Prozess war für Dezember 2025 angesetzt, mit potenziellen Schadensersatzforderungen in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar, bevor die Parteien eine Einigung erzielten.straitstimes+1
Martinez-Olguin sprach den Anwälten der Kläger zudem mehr als 101 Millionen Dollar der von ihnen geforderten 187,5 Millionen Dollar an Gebühren zu. Nur etwa 350 Gruppenmitglieder lehnten den Vergleich bis zur Frist im Februar 2026 ab. Einige dieser Autoren haben seitdem separate Klagen gegen Anthropic eingereicht, in denen sie bis zu 150 000 Dollar pro Werk an gesetzlichem Schadensersatz fordern – Fälle, die weiterhin anhängig sind.writerbeware+1