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apnews+1usnews+1reuters+1Ein Pariser Gericht entschied am Donnerstag, dass TotalEnergies die Treibhausgasemissionen berücksichtigen muss, die mit der Nutzung seiner Öl- und Gasprodukte durch Verbraucher verbunden sind. Dem französischen Energiekonzern bleiben sechs Monate Zeit, um seinen gesetzlich vorgeschriebenen Risikobewertungsplan zu überarbeiten.apnews+2
Die Entscheidung markiert das erste Mal, dass das französische Gesetz zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht von 2017 auf klimabezogene Risiken angewendet wurde, so die Koalition aus NGOs und lokalen Behörden – darunter die Stadt Paris –, die den Fall 2020 vor Gericht brachte.earth+2
Das Urteil stellt ein gemischtes Ergebnis für die Kläger dar. Während das Gericht zustimmte, dass TotalEnergies die Klimarisiken, die aus indirekten Emissionen in seiner gesamten Lieferkette resultieren, identifizieren und offenlegen muss, verzichtete es darauf, das Unternehmen zur Einstellung neuer fossiler Brennstoffprojekte, zur Produktionsreduzierung oder zur Festlegung verbindlicher Emissionsreduktionsziele im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens zu verpflichten.usnews+1
Die Kläger hatten weitreichende Maßnahmen gefordert, darunter ein Ende aller neuen Öl- und Gasexplorationen sowie eine Geldstrafe von etwa 24 Millionen Euro pro Tag bei Nichteinhaltung. Stattdessen ordnete das Gericht an, dass TotalEnergies innerhalb von sechs Monaten einen aktualisierten Sorgfaltsplan zur gerichtlichen Überprüfung vorlegen muss.apnews+2
Der Rechtsstreit beschäftigt die französischen Gerichte seit Januar 2020, als eine Koalition, darunter Notre Affaire à Tous, Sherpa und mehrere französische Gemeinden, TotalEnergies erstmals beschuldigte, keine angemessenen Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen in seinen Sorgfaltsplan aufgenommen zu haben. Ein Verfahrensurteil aus dem Jahr 2023 stufte die Klage zunächst als unzulässig ein, doch das Pariser Berufungsgericht hob diese Entscheidung im Juni 2024 auf, wodurch der Fall in eine Anhörung zur Sache im Februar 2026 übergehen konnte.business-humanrights+2
TotalEnergies hatte argumentiert, dass der Klimawandel nicht in den Anwendungsbereich des Sorgfaltspflichtgesetzes falle. Die Kläger entgegneten, dass die indirekten Emissionen des Unternehmens – durch die Verbrennung seiner Produkte durch Endnutzer – 342 Millionen Tonnen betrugen und unter das Gesetz fallen müssten.yahoo+1
Das Urteil ergeht zu einer Zeit, in der TotalEnergies in ganz Europa zunehmendem rechtlichen Druck ausgesetzt ist. Ein belgisches Gericht entschied im März, dass eine Klimahaftungsklage eines Landwirts gegen das Unternehmen fortgesetzt werden kann, und im Oktober 2025 befand ein separates Pariser Gericht TotalEnergies wegen Greenwashings für schuldig, da es Verbraucher über seine Ambitionen zur Klimaneutralität in die Irre geführt hatte.climatecasechart+3
Ob die Anordnung vom Donnerstag zu substanziellen Änderungen im Betrieb des Unternehmens führen wird, hängt davon ab, wie das Gericht den überarbeiteten Sorgfaltsplan von TotalEnergies bewertet, wenn dieser Anfang 2027 eingereicht wird.