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globalbankingandfinance+1businesspostglobalbankingandfinanceDie Rohölpreise kletterten in dieser Woche auf den höchsten Stand seit Ende Juli, bevor sie am Freitag leicht nachgaben. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem „vernichtenden Wirtschaftskrieg“ gedroht, und Finanzminister Scott Bessent kündigte die „härtesten Sanktionen der Geschichte“ gegen Teheran an, deren Details am Montag veröffentlicht werden sollen.
Die Terminkontrakte für Brent-Rohöl erreichten am Donnerstag 94,71 US-Dollar pro Barrel, bevor sie am Freitagmorgen auf rund 93,44 Dollar zurückfielen. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab auf 86,76 Dollar nach, nachdem sie am Vortag die Marke von 88 Dollar überschritten hatte. Beide Referenzsorten verzeichneten fünf Gewinntage in Folge, wobei Brent in diesem Zeitraum um mehr als 7 % und WTI um mehr als 8 % zulegte.globalbankingandfinance+2
Trump bezeichnete die geplante Kampagne als „Wirtschaftskrieg und Isolation in beispiellosem Ausmaß“ und warnte Länder, die dem Iran „jegliche Art von Lebensader“ bieten, vor schweren Konsequenzen. Bessent erklärte, die neuen Sanktionen würden die bestehende Seeblockade der USA gegen den Iran ergänzen, und forderte China sowie andere Nationen zur Kooperation auf.businesspost+2
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi tat Trumps Drohung als „Ablenkungsmanöver“ ab. China, einer der wichtigsten Abnehmer von iranischem Rohöl, wies die Warnungen aus Washington ebenfalls zurück.canadiancattlemen+1
Das vorübergehende Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran lief diese Woche aus, ohne dass eine der beiden Seiten Anstrengungen zur Wiederaufnahme von Verhandlungen unternahm.blockonomi+1
Die Straße von Hormus, durch die vor Beginn des Krieges am 28. Februar rund ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wurde, bleibt stark eingeschränkt. Schifffahrtsdaten des Analysedienstes Kpler zeigten, dass am Donnerstag nur sieben Rohstofffrachter die Meerenge passierten: ein Bruchteil des Verkehrsaufkommens vor dem Krieg.grafa+1
Bob McNally, Präsident der Rapidan Energy Group, erklärte gegenüber CNBC, dass der wichtigste iranische Exportterminal auf der Insel Charg wegen der US-Blockade „nicht mehr exportiert“, wodurch die iranischen Ölmengen für die weltweite Angebotsbilanz praktisch bedeutungslos geworden seien.investing
Die Entscheidung der VAE, alle Finanz- und Wirtschaftstransaktionen mit dem Iran auszusetzen, sorgte für zusätzliche Unsicherheit. Der Markt für raffinierte Produkte ist bereits extrem angespannt: Die US-Diesel-Crack-Spread (die Marge für die Verarbeitung von Rohöl zu Diesel) erreichte Anfang dieser Woche einen Rekordwert von über 100 US-Dollar pro Barrel.globalbankingandfinance+2
BMI, eine Tochtergesellschaft von Fitch Solutions, kündigte an, ihre Prognose für den Brent-Preis in diesem Monat zu überprüfen. Angesichts der doppelten Beeinträchtigung in der Straße von Hormus und im Roten Meer seien die Risiken „nach oben gerichtet“. UBS-Analyst Giovanni Staunovo erklärte, dass geringere Ölexporte aus dem Nahen Osten „den Ölmarkt erneut verknappen“.firstpost+2
Der Konflikt wird zudem durch ukrainische Angriffe auf die russische Raffinerieinfrastruktur verschärft, die den Durchsatz Russlands um fast 30 % verringert und Moskau dazu gezwungen haben, die Dieselexporte im Juli zu verbieten. Die weltweite Raffinerieauslastung lag im zweiten Quartal laut der Internationalen Energieagentur um 5,1 Millionen Barrel pro Tag niedriger als im Vorjahr.international.astroawani+1
„Beide Seiten haben sich verschanzt, haben aber nicht den Luxus, auf Zeit zu spielen, während die Rohölpreise unaufhaltsam nach oben klettern“, sagte IG-Analyst Tony Sycamore.globalbankingandfinance