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investingthestarinvesting+1Die Ölpreise legten am Freitag im asiatischen Handel leicht zu und steuern auf einen Monatsgewinn von über 20% zu. Erneute militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran sowie ein sich ausweitender regionaler Konflikt schüren die Angst vor anhaltenden Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten.investing+1
Brent-Rohöl-Futures stiegen im frühen Freitagshandel um 0,7% auf 89,64 US-Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate-Futures um 0,6% auf 84,06 US-Dollar zulegten. Beide Benchmarks verzeichneten im Juli einen Anstieg von fast 21%, den größten monatlichen Zuwachs seit März, obwohl sie nach Hoffnungen auf Friedensgespräche zu Wochenbeginn noch auf einen Wochenverlust von fast 7% zusteuerten.investing
Die jüngste Eskalation folgte auf neue US-Angriffe auf iranische Militärziele, die Vergeltungsmaßnahmen durch iranische ballistische Raketenangriffe auf US-Stellungen im Nahen Osten auslösten. Brent-Futures stiegen allein am Mittwoch nach dem Schlagabtausch um fast 8%. Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch gegenüber Fox News , dass der Iran nach dem Raketenangriff auf US-Streitkräfte "sehr hart getroffen" werde.investing+1
Der Konflikt hat sich über den Golf hinaus ausgebreitet. Eine unbekannte Drohne traf am Mittwoch Gasschiffe im ägyptischen Mittelmeerhafen Damiette nahe dem Suezkanal, was Brände auslöste und Sorgen um eine weitere kritische Energietransitroute aufkommen ließ. Ägyptens Premierminister Mostafa Madbouly erklärte am Donnerstag, das Land habe alternative Energiequellen gesichert.investing+1
Im Jemen erklärten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen letzte Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien und verstärkten ihre Angriffe auf die Handelsschifffahrt rund um das Rote Meer und die Bab-el-Mandeb-Straße. Saudi-Arabien führte Gespräche mit Vertretern aus 43 Ländern über die Bildung einer maritimen Koalition zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer, wobei 14 Staaten am Donnerstag eine gemeinsame Unterstützungserklärung abgaben.thestar+2
Daten der US-Energieinformationsbehörde vom Mittwoch zeigten, dass die kommerziellen Rohölbestände in der Woche bis zum 24. Juli um 7,2 Millionen Barrel auf 404,5 Millionen Barrel fielen. Dies ist der niedrigste Stand seit 2018 und übertrifft den erwarteten Rückgang von 1,3 Millionen Barrel bei weitem. Der starke Rückgang verstärkte die Sorge, dass ein sich ausweitender Konflikt das globale Angebot weiter verknappen könnte.sunsirs+2
Angriffe auf Raffinerien im Nahen Osten und in Russland haben zudem das Angebot an raffinierten Produkten verknappt. Ein ukrainischer Drohnenangriff verursachte am Donnerstag einen Brand in der Perm-Raffinerie von Lukoil PJSC LUKOIL, was laut Reuters zur Stilllegung einer Rohöldestillationsanlage führte. Tanker, die zur Beladung am Terminal des Caspian Pipeline Consortium vorgesehen waren, begannen abzudrehen, nachdem am selben Tag ein Schiff während der Beladung getroffen wurde.thestar
Die Preise gaben am Donnerstag nach, als Händler diplomatische Signale abwägten. Der Iran und Oman setzten Gespräche über die Verwaltung der Straße von Hormus fort, über die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasströme abgewickelt wird. "Die Tatsache, dass Oman mit dem Iran spricht, könnte darauf hindeuten, dass Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielt werden", sagte Hamad Hussain, leitender Klima- und Rohstoffökonom bei Capital Economics.thestar
Dennoch warnten Analysten, dass die Risikoprämie wahrscheinlich nicht so schnell verschwinden werde. "Solange die sichere Passage durch die Straße von Hormus ein Glücksspiel bleibt, wird die Risikoprämie beim Öl nicht verschwinden. Hoffnung auf Diplomatie ist willkommen, aber der Markt preist die Realität der laufenden Angriffe ein", sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade.thestar