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bloomberg.com.dw.com.english.mofe.go.kr+1.Asiens chip-lastige Aktienmärkte haben am Freitag, dem 6. November, kräftige Verluste erlitten. Ein Ausverkauf bei Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz, der an der Wall Street begann, griff auf die gesamte Region über, trieb den japanischen Nikkei 225 in einen Bärenmarkt und erzwang einen Handelsstopp in Seoul. Auslöser war der Kurssturz US-amerikanischer Tech-Werte am Donnerstag. Der Nasdaq Composite verlor 5,52 % und der S&P 500 fiel um 4,4 %, nachdem die Demokraten beide Kammern des Kongresses gewonnen hatten. Dies schürte die Sorge, dass Gesetzgeber den Ausbau von KI-Rechenzentren verlangsamen könnten, berichtete DW. Der Nasdaq 100 geriet im Laufe dieser Sitzung in eine Korrektur, so Business Insider.businessinsider.com+1
Südkoreas Kospi fiel um bis zu 8,8 % und rutschte kurzzeitig unter 5.000 Punkte, was eine 20-minütige Handelsunterbrechung auslöste, wie Bloomberg berichtete. Der Index holte einen Teil der Verluste wieder auf und schloss 6,0 % im Minus, was laut Dow Jones einen Wochenverlust von 12 % bedeutete. Auch der Nikkei verlor 6,0 % und erlebte seinen schlechtesten Handelstag seit April 2025. Damit lag er mehr als 20 % unter seinem Hoch vom Juni. Taiwans Taiex verlor zeitweise fast 9 % und schloss rund 4,5 % im Minus, berichtete CNN.cnn.com+2
Die größten Verluste verzeichneten Chiphersteller. In Seoul sackten Samsung Electronics um bis zu 11 % und SK Hynix um fast 14 % ab. In Taipeh fiel TSMC Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited um bis zu 10 %, während SoftBank Group in Tokio einbrach, so Business Insider. "Es gibt eindeutig auch ein Element der Panik bei den Verkäufen", sagte Saxo-Strategin Charu Chanana gegenüber Reuters.straitstimes.com+1
Südkoreas Finanzministerium teilte mit, dass es ab dem 9. November für drei Monate die Regelung aussetzt, die Broker verpflichtet, Sicherheiten in Höhe von 140 % ihrer Einschusskredite zu halten. Ziel sei es, zu verhindern, dass fallende Kurse weitere Zwangsverkäufe auslösen. Taiwans nationaler Stabilisierungsfonds hielt am Freitagnachmittag eine Krisensitzung ab und ermächtigte seinen Exekutivsekretär, Mittel zur Unterstützung des Marktes einzusetzen, berichtete The Wall Street Journal News Corp . Japans Premierministerin Sanae Takaichi erklärte laut CNN, die Regierung beobachte die Märkte genau.wsj.com+2
Das Ergebnis der Zwischenwahlen verstärkte bestehende Zweifel daran, ob sich die massiven KI-Ausgaben auszahlen werden. Mehrere neu gewählte demokratische Gouverneure hatten im Wahlkampf einen Stopp beim Bau von Rechenzentren gefordert, berichtete DW. Taiwan, Südkorea und Japan seien "offensichtlich eng mit dem globalen KI-Investitionszyklus verknüpft", sagte J.P. Morgan-Stratege Tai Hui gegenüber NBC News.nbcnews.com+1
Der Ausverkauf griff auch auf Europa über, während US-Futures für den Nasdaq auf eine Erholung hindeuteten, berichtete Business Insider. "Dies ist nicht zwingend das Ende des KI-Booms, aber es könnte das Ende der Phase sein, in der jedes Unternehmen im KI-Umfeld gleichermaßen belohnt wird", schrieb Chanana.businessinsider.com