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atmosphere.copernicus+1physatmosphere.copernicusDie Kombination aus extremer Hitze, Waldbränden und menschengemachten Emissionen hat in diesem Jahr bisher fast zwei von fünf Menschen weltweit gefährlichen Werten von bodennahem Ozon ausgesetzt, so der erste Atmosphere Watch-Bericht, der am Mittwoch vom Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) veröffentlicht wurde.atmosphere.copernicus+1
Die Analyse, die den Zeitraum von Januar bis Mitte September 2026 abdeckt, ergab, dass 34 Prozent der Weltbevölkerung eine "extrem schlechte" Luftqualität erlebten, mit Ozonkonzentrationen, die weit über dem Richtwert der Weltgesundheitsorganisation von 100 Mikrogramm pro Kubikmeter im Acht-Stunden-Mittel lagen. Weitere 17 Prozent atmeten "sehr schlechte" Luft, während nur 5 Prozent Werte erreichten, die als "gut" eingestuft wurden.phys+1
Asien trug die größte Last: 53 Prozent der Bevölkerung waren "extrem schlechten" Ozonwerten ausgesetzt, was durch weit verbreitete Emissionen aus Industrie, Verkehr und landwirtschaftlicher Brandrodung verursacht wurde. Städte wie Neu-Delhi, Dhaka, Chongqing und Lahore verzeichneten einige der schlechtesten Messwerte. Rekordverdächtige Hitzewellen auf der Nordhalbkugel und ein El Niño-Muster, das im Juni begann, befeuerten die Ozonbildung zusätzlich, während große Waldbrände in Indonesien die Schadstoffbelastung der Region weiter erhöhten.phys
In Europa erlebte etwa die Hälfte der Bevölkerung schlechte, sehr schlechte oder extrem schlechte Ozonwerte. Ozonbelastung wird laut Ian Marnane von der Europäischen Umweltagentur mit 60 000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr auf dem Kontinent in Verbindung gebracht. Nordamerika schnitt kaum besser ab: Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung waren schlechten oder noch schlechteren Bedingungen ausgesetzt, wobei die Ozonwerte trotz jahrzehntelanger Bemühungen zur Emissionsreduzierung "relativ unverändert" blieben. CAMS führt den ins Stocken geratenen Fortschritt auf Waldbrandemissionen, den weiträumigen Ozontransport und die Auswirkungen des Klimawandels zurück.abc7+2
Der Bericht unterstreicht, wie Luftverschmutzung über Kontinente hinweg reist. Rauch von Waldbränden aus Nordamerika überquerte den Atlantik und erreichte Teile Europas, während Saharastaub wiederholt bis nach Südeuropa und darüber hinaus gelangte. "Luftverschmutzung macht nicht an Grenzen halt. Sie kann tausende Kilometer zurücklegen und Kontinente sowie Ozeane überqueren", sagte CAMS-Direktorin Laurence Rouil.atmosphere.copernicus+1
Ozeanien stach als sauberste Region hervor, in der 100 Prozent der Bevölkerung "gute" oder "akzeptable" Ozonwerte erlebten. Südamerika schnitt ebenfalls relativ gut ab, mit 81 Prozent der Bevölkerung in denselben Kategorien, obwohl São Paulo und Rio de Janeiro erhöhte Werte verzeichneten.phys+1
Die Veröffentlichung des Berichts erfolgt, während sich die internationale Gemeinschaft auf die COP31 vorbereitet. Florian Pappenberger, Generaldirektor des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW), bezeichnete die Ergebnisse als "eine rechtzeitige Erinnerung daran, dass Klimawandel, Luftqualität und öffentliche Gesundheit tief miteinander verbundene Herausforderungen sind, die ein koordiniertes globales Handeln erfordern".atmosphere.copernicus