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aljazeera+1finance.yahookitcoDer Goldpreis legte am Mittwoch um mehr als 4 % zu und stieg über 4.200 Dollar pro Unze. Dies war der größte Tagesgewinn seit Monaten, da die Auswirkungen einer seltenen gemeinsamen Devisenintervention der USA und Japans die Marktdynamik weiter veränderten und Fragen über die Kontrolle der Politik über die globale Finanzstabilität aufwarfen.
Der Hauptauslöser der Rally war die am 1. August vom US-Finanzministerium und dem japanischen Finanzministerium bestätigte koordinierte Intervention zum Kauf von Yen, die erste gemeinsame Aktion dieser Art seit 15 Jahren. Die Operation, die den Absturz des Yen auf ein 40-Jahres-Tief von fast 164 Yen pro Dollar stoppen sollte, beinhaltete laut von Reuters zitierten Daten der Bank von Japan den Verkauf von bis zu 58,97 Milliarden Dollar allein in einer Runde. US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte die Beteiligung der USA und erklärte, Washington werde „nicht zögern, sich an weiteren gemeinsamen Interventionen zu beteiligen“.kitco+2
Die Intervention schwächte den Dollar auf breiter Front und ließ den Goldpreis in die Höhe schnellen. Michele Schneider, Chef-Marktstrategin bei MarketGauge, erklärte gegenüber Kitco News, der Schritt habe nicht nur den Greenback unter Druck gesetzt, sondern auch signalisiert, dass Regierungen gezwungen sind einzugreifen, um die Finanzmärkte zu stützen.kitco
„Wenn das Vertrauen fehlt, kaufen die Menschen Gold. Das haben sie schon immer getan und das werden sie auch immer tun“, so Schneider.kitco
Die Analysten von UBS hielten am Donnerstag an ihrer optimistischen mittelfristigen Einschätzung fest und prognostizierten, dass Gold in der ersten Hälfte des Jahres 2027 in Richtung 5.000 Dollar pro Unze steigen könnte. Chief Investment Officer Ulrike Hoffmann-Burchardi verwies auf die Erwartung, dass die Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr stabil halten wird, bevor sie 2027 die Lockerung wieder aufnimmt, was die Realrenditen senken und den Dollar weiter belasten würde.finance.yahoo
Eine Analyse von Seeking Alpha wies darauf hin, dass die Tagesbewegung von 4,1 % am Mittwoch eine von nur drei derart außergewöhnlichen Sitzungen seit 2019 war, wobei jede in einem Moment stattfand, „in dem sich die Architektur der Dollar-Liquidität veränderte“.seekingalpha
Schneider wies auf Silber als eine potenziell stärkere Option hin, falls sich der Inflationsdruck ausweitet. Sie merkte an, dass das Metall hinter dem Gold zurückgeblieben ist, sich aber rasch nach oben bewegen könnte, sobald es seinen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt überschreitet. Ein Ausbruch über die Marke von rund 64 Dollar bei den September-Futures könnte eine Bewegung in Richtung 75 bis 80 Dollar auslösen.kitco
„Ich bin sehr optimistisch für Gold, aber noch optimistischer für Silber“, sagte sie.kitco