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benzinga+1wikipedia+1phys+1Elon Musk erklärte am Donnerstag, dass der Satelliten-Internetdienst Starlink von SpaceX nun überall auf der Erde eine zuverlässige symmetrische Upload- und Download-Konnektivität von 10 Gigabit pro Sekunde bieten kann. Diese Behauptung markiert einen dramatischen Sprung für satellitengestütztes Breitband, stößt jedoch gleichzeitig auf wachsende wissenschaftliche Besorgnis über die orbitalen Ambitionen des Unternehmens.
Die Ankündigung folgte auf eine Starlink-Demonstration in Utqiagvik, Alaska — der nördlichsten Stadt der Vereinigten Staaten, die 320 Meilen nördlich des Polarkreises liegt und keine Straßenanbindung zum Rest des Landes hat. Starlink postete am 9. Juli auf X, dass in der abgelegenen Gemeinde Spitzenwerte von bis zu 10 Gbit/s symmetrisch erreicht wurden. Musk bestätigte daraufhin auf X, dass die Kapazität nun weltweit verfügbar sei, und schrieb: "Starlink kann jetzt überall auf der Welt eine zuverlässige symmetrische 10 Gbit/s Sende-/Empfangsverbindung bereitstellen".benzinga+2
Starlink fügte hinzu, dass gebündelte Gateways für abgelegene und extreme Umgebungen einen symmetrischen Dienst von bis zu 20 Gbit/s bieten können. Zusätzliche Hardwareanforderungen oder Details zu Verbraucherpreisen wurden mit der Ankündigung nicht bekannt gegeben. Der Meilenstein baut auf dem Einsatz von V3-Satelliten durch SpaceX auf, von denen Musk zuvor gesagt hatte, dass sie die zehnfache Bandbreite der V2-Einheiten liefern würden — bis zu 1 Terabit pro Sekunde pro Satellit. Anfang Juli hatte SpaceX mehr als 10.400 Starlink-Satelliten im Orbit und meldete über 12 Millionen Abonnenten.basenor+5
Der Geschwindigkeitsdurchbruch kommt im Schatten einer Ende Juni veröffentlichten Studie der Europäischen Südsternwarte, die davor warnt, dass Pläne zum Start von mehr als 1,7 Millionen Satelliten — wobei allein SpaceX die Genehmigung für eine Million anstrebt — "verheerende Folgen" für die bodengebundene Astronomie hätten. Die Untersuchung ergab, dass für das Very Large Telescope der ESO am Paranal-Observatorium in Chile Bilder, die zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit aufgenommen wurden, bis zu 28 Prozent ihres Sichtfeldes durch Satellitenspuren verlieren könnten.eso+3
Der leitende Forscher Olivier Hainaut forderte eine harte Obergrenze von 100.000 Satelliten im Orbit, die alle unter der Sichtbarkeit für das bloße Auge liegen sollten, um die Wissenschaft zu bewahren. Laut Fast Company könnte die Verbreitung von orbitaler Hardware den Nachthimmel zudem drei- bis viermal heller machen, was Beobachtungen von schwachen Galaxien, Exoplaneten und potenziell gefährlichen Asteroiden überstrahlen würde.fastcompany+2
Die technische Leistung von Starlink unterstreicht den Konflikt zwischen dem Ausbau der globalen Konnektivität und dem Schutz der wissenschaftlichen Infrastruktur. SpaceX hat bereits früher mit Astronomen an Maßnahmen zur Helligkeitsreduzierung gearbeitet, aber die ESO-Studie legt nahe, dass diese Bemühungen in dem von Musk angestrebten Ausmaß unzureichend sein werden. Ob Regulierungsbehörden die von Forschern geforderten Satelliten-Obergrenzen durchsetzen werden, bleibt eine offene Frage, da die Konstellation allein in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mit einem Tempo von mehr als 1.600 Starts weiter wächst.facebook