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caliber+1bbc+1korabelov+1Elon Musk hat detailliert beschrieben, wie russische Streitkräfte an Starlink-Satelliteninternet-Terminals gelangt sind. Er erklärte, diese seien aus der Ukraine geschmuggelt und nicht direkt von seinem Unternehmen verkauft worden. Im selben Interview forderte der SpaceX-Chef ein „pragmatisches“ Friedensabkommen und bezeichnete einen vollständigen Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine als „unrealistisch“.
In einem diese Woche veröffentlichten Interview mit der britischen Wochenzeitung The Economist betonte Musk, sein Unternehmen habe zu keinem Zeitpunkt Terminals an russische Truppen verkauft, und erklärte, auf welchem Weg Moskaus Militär an die Technologie gelangt sei.
„Wir haben Starlink zu keinem Zeitpunkt an Russen verkauft. Was sie im Grunde bekommen haben, sind Starlink-Geräte, die über die Ukraine bestellt und dann in die Ostukraine geschmuggelt wurden, wo sich die Russen aufhalten“, sagte Musk. „In einigen Fällen wurden sie zur Durchführung von Angriffen genutzt“, fügte er hinzu.caliber+1
Um das Problem zu lösen, arbeitete SpaceX laut Musk Anfang des Jahres mit der ukrainischen Regierung zusammen, um eine „Whitelist“ zu erstellen: ein Register zugelassener Starlink-Terminals. Das Anfang Februar eingeführte System deaktivierte alle Terminals in der Ukraine, die nicht auf der Liste standen, und schnitt den Russen so den Zugang zum Dienst ab.newsukraine.rbc+2
Der ukrainische Minister Mychajlo Fedorow hatte SpaceX Ende Januar um Hilfe gebeten, nachdem Berichte laut geworden waren, dass russische Truppen Tausende von Starlink-Terminals zur Steuerung von Drohnen und zur Koordinierung von Einsätzen an der Front nutzten. Musk reagierte Anfang Februar auf seiner Social-Media-Plattform X und erklärte, die Maßnahmen hätten „funktioniert“.voanews+3
Im selben Interview mit dem Economist bekräftigte Musk seine langjährige Position, dass eine Beendigung des Krieges territoriale Zugeständnisse an Russland erfordere. Die Erwartung eines vollständigen russischen Abzugs bezeichnete er als „Illusion“.
„Es ist eine Illusion, dass Russland seine Truppen vollständig abziehen muss, das ist unrealistisch. Ich setze mich seit langem für den Frieden ein. Vor einigen Jahren habe ich geschrieben, dass bestimmte Zugeständnisse an Russland notwendig sind. Das ist keine prorussische Haltung. Ich bin einfach ein Pragmatiker“, so Musk.unn+1
Er wies darauf hin, dass sich die Frontlinie in der Ukraine seit zwei bis drei Jahren kaum verändert habe, während die Zahl der Opfer steige, und argumentierte, dass man den Konflikt nicht unbegrenzt andauern lassen dürfe. Musk äußerte die Hoffnung, dass bald ein Friedensabkommen erzielt werden könne, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.korabelov+1
Musks Äußerungen fallen in eine Zeit festgefahrener Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. Die Gespräche in Genf endeten im Februar abrupt, und trotz monatelanger diplomatischer Bemühungen unter Beteiligung von US-Gesandten ist kein formelles Abkommen zustande gekommen.time+1
Die Ansichten des Milliardärs zum Frieden in der Ukraine stoßen seit 2022 auf scharfe Kritik. Damals hatte er erstmals vorgeschlagen, Russland die Krim zu überlassen und neue Referenden in den besetzten Gebieten abzuhalten: ein Plan, der den ukrainischen Botschafter dazu veranlasste, ihm zu sagen, er solle sich „verpissen“. Seine jüngsten Äußerungen knüpfen an diese Haltung an. Der Economist stellte fest, dass „Mr. Musk weiterhin felsenfest davon überzeugt ist, dass jedes Friedensabkommen dem Aggressor territoriale Zugeständnisse einräumen sollte“.thehill+1