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yahoo+1yahoosecurityboulevardDie Ray-Ban Smartglasses von Meta geraten zunehmend unter Druck, da Regierungsbehörden, Veranstaltungsorte und Bürgerrechtsgruppen angesichts wachsender Datenschutzbedenken Maßnahmen ergreifen, um die aufnahmefähigen Brillen einzuschränken oder zu verbieten.
Die US-Einwanderungsbehörde ICE erließ im August 2026 ein formelles Memo, das Meta-Brillen an allen ICE-Arbeitsplätzen verbietet. Als Grund wurde das Risiko genannt, versehentlich sensible Informationen zu erfassen oder zu übertragen. Der amtierende ICE-Direktor David Venturella schrieb, dass "die Nutzung von Meta-Brillen oder ähnlichen Geräten unbeabsichtigt sensible Informationen erfassen, aufzeichnen oder übertragen könnte, was die Privatsphäre und rechtliche Schutzmaßnahmen gefährden könnte". Das Verbot gilt für alle ICE-Mitarbeiter, einschließlich Außendienstmitarbeiter, Analysten und Verwaltungspersonal.nytimes+2
Dieser Schritt folgte auf monatelange Kontroversen darüber, dass Bundesagenten die Brillen während Einwanderungsoperationen trugen. Im Dezember 2025 berichtete 404 Media, dass ein Grenzschutzbeamter die Brillen während einer Razzia in Charlotte, North Carolina, trug, wobei das Aufnahmelicht deutlich sichtbar leuchtete.404media
In Großbritannien haben viele Kinos begonnen, kameragestützte Smartglasses zu verbieten oder einzuschränken. Die UK Cinema Association erklärte, die Betreiber seien "aufmerksam gegenüber den Problemen rund um Privatsphäre und Filmpiraterie" und zahlreiche Veranstaltungsorte hätten bereits Richtlinien eingeführt, um die Geräte zu verbieten oder zu beschränken. Pub-Ketten wie Wetherspoons haben ebenfalls signalisiert, dass sie Aufnahmen mit den Brillen in ihren Räumlichkeiten nicht zulassen werden.yahoo
Auch die Hacker-Konferenz DEF CON 2026 in Las Vegas verbot die Brillen. Die Organisatoren stellten klar, dass es "keine Ausnahme für Aufnahmebrillen mit Sehstärke" gebe, und forderten die Teilnehmer auf, erkennbare Geräte wie Smartphones zu verwenden, wenn sie Fotos machen möchten.theregister+1
In Deutschland hat die Bürgerrechtsorganisation HateAid Strafanzeige gegen Meta EssilorLuxottica SA und den Brillenhersteller EssilorLuxottica erstattet. Sie argumentieren, dass die Brillen "besonders unauffällige Überwachungstechnik ermöglichen, die als Alltagsgegenstand getarnt ist". Die Geschäftsführerin von HateAid, Josephine Ballon, sagte: "Es gibt keinen Ort, an dem man vor Smartglasses sicher ist. Man muss jederzeit damit rechnen, gefilmt und dann im Internet bloßgestellt zu werden".securityboulevard
Meta hat einige Schritte unternommen, um auf die Bedenken zu reagieren. Im Juli 2026 aktualisierte das Unternehmen die Brillen so, dass die Kamera deaktiviert wird, wenn eine Manipulation der Datenschutz-LED erkannt wird. Ein neu aufgetauchtes Patent beschreibt zudem eine "Hardware-Datenschutz-Stummschaltung", die es Nutzern ermöglichen würde, Sensoren physisch abzuschalten – eine Funktion, die als potenzieller "Kill-Switch" bezeichnet wird.reddit+3
Meta erklärte in einer Stellungnahme, dass "Menschen unsere Brillen nutzen, weil sie hilfreich sind" und dass eine Einschränkung der Technologie "ein großer Rückschritt wäre", insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen. Doch da Frankreich, Deutschland und die Niederlande über ein generelles Verbot der Geräte als "getarnte Kameras" nachdenken, zeigt der regulatorische Druck keine Anzeichen einer Abschwächung.yahoo