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europa+1europa+1europeantimesDie Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der Europäischen Union ist im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum ersten Quartal um 5,7 % gestiegen, während die Neugründungen um 0,5 % zurückgingen, wie aus am Sonntag veröffentlichten Daten von Eurostat hervorgeht. Die Zahlen deutet auf einen wachsenden Druck auf die Unternehmen in der gesamten Gemeinschaft hin, obwohl deutliche Branchenunterschiede ein einheitliches Bild der europäischen Wirtschaftslage erschweren.x+1
Angeführt wurde der Anstieg der Insolvenzen vom Bereich Bildung und soziale Dienste mit einem Plus von 21,1 %, gefolgt vom Verkehrssektor mit 11,4 % und den Finanzdienstleistungen mit 6,8 %. Im Gastgewerbe (-2,6 %), im Baugewerbe (-1,7 %) und im Handel (-1,2 %) gingen die Insolvenzzahlen hingegen zurück.brusselstimes+2
Bei den Neugründungen verzeichnete die Industrie mit 3,6 % den stärksten Rückgang, gefolgt vom Gastgewerbe (-3,4 %) sowie Bildung und sozialen Diensten (-3,2 %). Der Sektor Information und Kommunikation entwickelte sich gegensätzlich: Hier stiegen die Neugründungen um 8,8 %, während das Baugewerbe ein leichtes Plus von 1 % erzielte. Die Neugründungen bei den Finanzdienstleistungen blieben unverändert.europa+2
Speziell im Euroraum stiegen die Firmeninsolvenzen zwischen April und Juni um 6,9 %, nachdem sie im ersten Quartal um 2,3 % zurückgegangen waren.democrata
Die Daten offenbaren erhebliche Unterschiede auf Länderebene. Malta (-50 %), Zypern (-41,7 %) und die Slowakei (-33,5 %) führten den Rückgang bei den Insolvenzen an, während Estland (+31,8 %), Griechenland (+31,6 %) und Kroatien (+20,5 %) die stärksten Anstiege verzeichneten. Bei den Neugründungen lag Irland mit 20,4 % an der Spitze, gefolgt von Belgien mit 8,2 % und Schweden mit 7,6 %, während Luxemburg mit -24,2 % den stärksten Rückgang verbuchte.democrata
Die Daten erscheinen vor dem Hintergrund anhaltender Berichte über eine Verschärfung der Kreditbedingungen. Die Umfrage der Europäischen Zentralbank unter Unternehmen im Euroraum für das zweite Quartal ergab eine erneute Straffung der Bankzinsen und sonstigen Kreditbedingungen. Die Unternehmen berichteten trotz insgesamt höherer Umsätze von einer weiteren Verschlechterung ihrer Gewinne.europeantimes
Der starke Anstieg der Insolvenzen im Bereich Bildung und soziale Dienste verdient besondere Aufmerksamkeit, da diese Kategorie Dienstleistungen für Kinder, Familien und die Altenpflege umfasst. Wie die Brussels Times berichtete, spiegeln die Zahlen den kumulierten Druck bei Finanzierung, Kosten und Rentabilität wider, den einige Unternehmen immer schwerer auffangen können.brusselstimes+1