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france24+1ara+1nobelpeaceprize+1Die französisch-iranische Graphic-Novel-Autorin, Filmemacherin und Illustratorin Marjane Satrapi, deren autobiografische Graphic Novel Persepolis zu einem der berühmtesten Werke der Comic-Literatur wurde, ist im Alter von 56 Jahren in Paris gestorben. Ihre Familie gab ihren Tod am Donnerstag, dem 4. Juni 2026, bekannt.france24+2
In einer an die AFP gesandten Erklärung teilte Satrapis Familie mit, sie sei „an Trauer gestorben, etwas mehr als ein Jahr nach dem Tod von Mattias Ripa, ihrem Ehemann und der Liebe ihres Lebens.“ Ripa, ein schwedischer Produzent, Schauspieler und Drehbuchautor, starb am 8. April 2025. Berichten zufolge hatte sich Satrapi in den Monaten nach dem Tod ihres Mannes aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen.ara+3
Satrapi wurde am 22. November 1969 in Rascht, Iran, geboren und wuchs während der Islamischen Revolution und des Iran-Irak-Krieges auf – Erfahrungen, die die Grundlage für Persepolis bildeten, das erstmals im Jahr 2000 auf Französisch veröffentlicht wurde. Die schlichten, schwarz-weißen grafischen Memoiren erzählten die Geschichte ihrer Kindheit unter theokratischer Herrschaft und ihrer Jahre als jugendliche Exilantin in Europa. Die englische Übersetzung, die 2003 veröffentlicht wurde, brachte ihr internationale Anerkennung.wikipedia+1
Satrapi führte 2007 bei einer animierten Verfilmung von Persepolis Co-Regie, die für den Oscar als bester animierter Spielfilm nominiert wurde. Sie führte bei mehreren Spielfilmen Regie, darunter The Voices (2014) mit Ryan Reynolds und Radioactive (2019), einer Biografie über Marie Curie.nobelpeaceprize
Über ihre künstlerische Arbeit hinaus war Satrapi eine beharrliche Verfechterin der Menschenrechte im Iran. Im September 2023 veröffentlichte sie Woman, Life, Freedom, eine Graphic Novel, die mit 20 Künstlern zur Unterstützung der Protestbewegung nach dem Tod von Mahsa Jini Amini erstellt wurde. Im Januar 2025 lehnte sie öffentlich die französische Ehrenlegion ab und verwies auf die „Heuchelei“ des Landes gegenüber dem Iran.artforum+1
Satrapis Werk schlug Brücken zwischen Kulturen und Kunstformen und machte die iranische Erfahrung für Millionen von Lesern und Zuschauern weltweit zugänglich. Ihre grafischen Memoiren werden weiterhin an Schulen und Universitäten gelehrt, und Persepolis wurde in Dutzende Sprachen übersetzt. Ihr Tod löste Würdigungen von Menschenrechtsorganisationen aus, darunter die Narges Mohammadi Foundation, die ihr lebenslanges Engagement für die Meinungsfreiheit hervorhob.x