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getfootballnewsfrance+1wsj+1goal+1Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nach Informationen der Zeitung L'Équipe persönlich mit FIFA-Präsident Gianni Infantino telefoniert, um seine Ablehnung gegenüber einem umstrittenen Plan zu äußern, der die kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaft für private Investoren geöffnet hätte. Die Intervention erhöht den politischen Druck auf Infantino weiter, der das Vorhaben am 31. Juli nach tagelanger scharfer Kritik von Fußballverbänden und Staatschefs aufgab.
Der Vorschlag unter dem Namen FIFA Forward Enterprise wurde am 28. Juli erstmals von The Times enthüllt. Ziel war es, etwa 20 Prozent einer neuen kommerziellen Tochtergesellschaft an externe Investoren zu verkaufen, ein Deal, der schätzungsweise 4,2 Milliarden Dollar eingebracht hätte, während die FIFA die Mehrheitskontrolle behalten hätte. Die Investorengruppe sollte Berichten zufolge von Joshua Kushners Investmentgesellschaft Thrive Eternal angeführt werden.wsj+2
Laut L'Équipe führte Macron ein direktes Gespräch mit Infantino und bat darum, dass "die Einheit des Weltfußballs gewahrt und Spaltungen vermieden werden". Er kontaktierte auch den Präsidenten des afrikanischen Fußballverbandes, Patrice Motsepe, um UEFA-Präsident Aleksander Čeferin seine volle Unterstützung zuzusichern, der den Widerstand gegen das Projekt angeführt hatte. "Es gibt eine starke Mobilisierung seitens des Staatspräsidenten", sagte eine Macron nahestehende Quelle der französischen Zeitung.getfootballnewsfrance+2
Die Haltung Frankreichs deckt sich mit der der UEFA, die einstimmig dafür stimmte, die Weltmeisterschaft zu boykottieren, falls die Pläne umgesetzt würden.politico
Macrons Eingreifen folgte auf den öffentlichen Aufruf des britischen Premierministers Andy Burnham vom 31. Juli, in dem er Infantinos Rücktritt forderte. "Dass eine solche Idee überhaupt vorgelegt werden konnte, zeigt meiner Meinung nach, dass der FIFA-Präsident der falsche Mann an der Spitze der Organisation ist", sagte Burnham gegenüber GiveMeSport.youtube+1
Infantino gab den Rückzug des Plans späten am 1. August bekannt und erklärte, dass "das Projekt Spaltungen hervorgerufen hat, die unabhängig vom Ausmaß der Unterstützung nicht mehr im Interesse des ursprünglich gesteckten Ziels liegen".nbcsports+1
Regierungsnahe französische Quellen verglichen Macrons Haltung mit seinem Widerstand gegen die European Super League im Jahr 2021, die unter öffentlichem und politischem Druck innerhalb weniger Tage in sich zusammenbrach. Im Gegensatz zu Burnham hat Macron Infantinos Rücktritt nicht öffentlich gefordert, sondern verfolgt laut Beobachtern einen vorsichtigeren diplomatischen Ansatz. Infantino sieht sich nun vor seiner geplanten Wiederwahl auf dem FIFA-Kongress im März wachsender Kritik ausgesetzt.goal+3