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impactlab+1impactlab+1impactlabKlimabedingte Temperaturveränderungen werden bis 2050 jährlich etwa 430.000 zusätzliche Todesfälle verursachen, wobei in armen Ländern zehnmal mehr Menschen sterben als in wohlhabenden, so der neueste Bericht des Climate Impact Lab, einer Forschungsgruppe an der University of Chicago.impactlab+1
Der Bericht, der am 26. Juli als zweiter Teil der Serie "Adaptation Roadmap" des Labors veröffentlicht wurde, beleuchtet das, was Forscher eine "tödliche Kühlungsfalle" nennen – eine lebensgefährliche Kombination aus zunehmender Hitze und unzureichendem Zugang zu Strom für Kühlung, die Hunderte Millionen Menschen in einkommensschwachen Ländern schutzlos zurücklässt.whalesbook+1
Während wohlhabendere Bevölkerungen bei steigenden Temperaturen voraussichtlich verstärkt auf Klimaanlagen setzen werden, sind laut Bericht rund 377.000 Menschen in Gebieten mit minimaler Energieversorgung einer tödlichen Hitzeexposition nahezu ohne Linderung ausgesetzt. Diese Gebiete erstrecken sich über 18 Länder mit 676 Millionen Einwohnern, konzentriert auf das nördliche Subsahara-Afrika – Niger, Mali, Burkina Faso und Tschad – sowie Teile Südasiens, darunter Pakistan, Bangladesch, Nepal und Myanmar.energy.economictimes.indiatimes+1
Der Kontrast zu wohlhabenderen Nachbarn ist eklatant. Golfstaaten wie Bahrain, Kuwait und Saudi-Arabien erleben vergleichbare Hitze, verbrauchen aber weitaus mehr Strom für die Kühlung. Der prognostizierte Anstieg des Stromverbrauchs pro Person in Niger wird nur ein Neuntel dessen von Saudi-Arabien betragen, und Gemeinden in Niger werden im Jahr 2050 aufgrund der Erwärmung jährlich 27.000 mehr Menschenleben verlieren als ihre wohlhabenderen Pendants.impactlab
"Klimaanlagen sind Lebensretter, und der Klimawandel wird zweifellos zu einer stärkeren Verbreitung von Klimaanlagen in den heutigen wohlhabenden Ländern führen", sagte Michael Greenstone, Mitbegründer des Climate Impact Lab und Wirtschaftsprofessor an der University of Chicago. "Unsere Forschung zeigt jedoch, dass die Menschen in allzu vielen Ländern der Welt nicht in der Lage sein werden, auf die gleiche Weise zu reagieren."impactlab
Der Bericht argumentiert, dass Regierungen neben der Reduzierung von Emissionen in praktische Anpassungsmaßnahmen investieren müssen, darunter Hitzewarnsysteme, eine verbesserte Gesundheitsversorgung und gezielte Sozialprogramme. Die Ergebnisse kommen inmitten eines Sommers, der bereits von tödlicher Hitze in Europa geprägt war, wo während einer Hitzewelle Ende Juni schätzungsweise 20.000 hitzebedingte Todesfälle verzeichnet wurden.zenodo
Ashwin Rode, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Climate Impact Lab, sagte, die Studie identifiziere "die Orte, an denen das Risiko für hitzebedingte Todesfälle am höchsten ist und die am wenigsten in der Lage sind, Klimaanlagen zur Rettung einzusetzen, damit Menschen und Regierungen sich darauf konzentrieren können, die größtmögliche Anzahl an Leben zu retten."impactlab
Der Anstieg des Stromverbrauchs aufgrund der Erwärmung in einkommensschwachen Ländern wird als so gering prognostiziert, dass er pro Person nur für den Betrieb einer einzigen LED-Lampe für vier Monate ausreichen würde – was das Ausmaß der erforderlichen Anpassungsinvestitionen unterstreicht.impactlab