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finance.biggo+1idc+1finance.biggo+1Der Boom der künstlichen Intelligenz beschränkt sich längst nicht mehr auf die modernsten Fertigungsverfahren der Halbleiterindustrie. Der enorme Chipbedarf greift nun auch auf reifere Prozesstechnologien über, was das Angebot an Peripheriekomponenten verknappt und die Kosten in der gesamten Lieferkette der Elektronikindustrie in die Höhe treibt: von Power-Management-ICs in Rechenzentren bis hin zum Smartphone in der Hosentasche.
UMC United Microelectronics Corporation , einer der weltweit größten Auftragsfertiger im Bereich reiferer Knoten, hat zum 1. Juli Wafer-Preiserhöhungen von 5% bis 15% für 8-Zoll- und 12-Zoll-Wafer umgesetzt und noch stärkere Anstiege für 2027 angekündigt. Die Powerchip Semiconductor Manufacturing Corp. hob die DRAM-Preise im Juli um 45% an und erhöhte die Preise für Power-Management- und Display-Treiber-Chips um 10% bis 15%. Als Grund nannte das Unternehmen strukturelle Lieferengpässe, die sich voraussichtlich bis ins nächste Jahr erstrecken werden. Mehrere Auftragsfertiger, darunter Vanguard International Semiconductor, Nexchip und SMIC, haben ähnliche Erhöhungen von 5% bis 20% für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt.finance.biggo+3
Die Hauptursache ist die sprunghaft gestiegene Nachfrage nach KI-Servern, die reifere Chips wie Power-Management-ICs erfordern, welche für den Betrieb von Rechenzentren mit hoher GPU-Dichte unerlässlich sind. TrendForce geht davon aus, dass der Preisdruck bei reiferen Knoten bis 2027 anhalten wird, da sich die Kapazitäten für 8-Zoll- und 12-Zoll-Wafer gleichzeitig verknappen. Die Lieferzeiten für Power-Management-ICs haben sich inzwischen auf 40 bis 52 Wochen verlängert.globx+2
Der Engpass macht sich auf dem Smartphone-Markt besonders akut bemerkbar. Laut Counterpoint Research stiegen die Speicherpreise im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um mehr als 80%, wobei Speicher mittlerweile mehr als 40% der Materialkosten von Premium-Smartphones ausmacht. IDC prognostiziert, dass die weltweiten Smartphone-Lieferungen im Jahr 2026 um 16,7% auf knapp über eine Milliarde Geräte sinken werden, während die durchschnittlichen Verkaufspreise um 27,6% auf 581 US-Dollar klettern.dailypioneer+2
Die Smartphone-Preise sind laut Daily Pioneer im Jahr 2026 in Indien im Schnitt um etwa 21% und weltweit um 15% gestiegen. Die Hersteller reagieren mit der Reduzierung von Speicherkapazitäten, der Vereinfachung von Kamerakonfigurationen oder der Wiedereinführung von 4G-Modellen im unteren Preissegment. Das Segment unter 180 US-Dollar steht unter besonderem Druck, da der Speicher in diesem Preissegment einen größeren Anteil an den Gesamtkosten der Komponenten ausmacht.dailypioneer
Intel CEO Lip-Bu Tan warnte Anfang des Jahres, dass der Mangel an Speicherchips anhalten werde. Auf einer Konferenz von Cisco sagte er: "Soweit ich weiß, gibt es keine Entlastung." Er fügte hinzu, dass wichtige Speicherhersteller ihm erklärt hätten, das Angebot werde bis 2028 knapp bleiben. Micron schloss sich dieser Prognose an und wies darauf hin, dass sich die Lieferengpässe erst ab 2028 spürbar entspannen dürften. Bei Samsung und SK Hynix , den beiden weltweit größten Speicherherstellern, sind die Lagerbestände auf unter 10 Tage gesunken, da die Produktion von High-Bandwidth Memory für KI einen überproportional großen Teil der DRAM-Fertigungskapazitäten beansprucht.finance.yahoo+2
Neue Fabrikkapazitäten von Micron und SK Hynix werden voraussichtlich frühestens 2027 die Serienproduktion erreichen. Die Branche muss sich daher auf mindestens ein weiteres Jahr mit knappen Kapazitäten und erhöhten Preisen sowohl bei fortschrittlichen als auch bei reiferen Halbleiterknoten einstellen.tech-insider