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bbc+1upi+1thestar+1Israelische Luftangriffe trafen am Dienstag die südlibanesische Stadt Tyrus, wobei nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen getötet und 32 weitere verletzt wurden. Dieser Schritt widersetzte sich sowohl einer iranischen Vergeltungsdrohung als auch den von den USA vermittelten Bemühungen zur Deeskalation des umfassenderen regionalen Konflikts.bbc+1
Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte erließen einen umfassenden Evakuierungsbefehl für die gesamte Küstenstadt Tyrus, einschließlich ihres historischen christlichen Viertels – das erste Mal, dass dieses Viertel in solche Anweisungen einbezogen wurde. Der Befehl wies die Bewohner von Tyrus, umliegenden Städten und palästinensischen Flüchtlingslagern an, sich nördlich des Zahrani-Flusses zu begeben. Die Ausweitung der Evakuierungszone löste eine Massenflucht aus, bei der Bewohner nach Norden flohen, während sich die Angriffe auf die Stadt intensivierten.upi+3
Das libanesische Gesundheitsministerium erklärte, die Opferzahlen seien vorläufig, da die Rettungsarbeiten noch andauerten. Im gesamten Südlibanon töteten israelische Luft- und Artillerieangriffe am Dienstag mindestens 13 Menschen. Das Gesundheitsministerium berichtete, dass seit dem Wiederaufflammen des Konflikts am 2. März mindestens 3.666 Menschen gestorben sind.bbc
Die Angriffe erfolgten einen Tag, nachdem der Iran das Ende seines direkten Raketenaustauschs mit Israel angekündigt und mit einer "vernichtenden" Reaktion gedroht hatte, falls Israel seine militärischen Operationen im Libanon fortsetzen sollte. Die iranischen Revolutionsgarden hatten am 7. Juni Raketen auf Israel abgefeuert, was sie als Vergeltung für das "weitverbreitete Töten und Vertreiben unterdrückter Menschen in den Regionen Tyrus und Nabatieh" bezeichneten. Israel und der Iran stellten ihren direkten Schusswechsel am Montag nach einer Intervention von Präsident Trump ein, der sagte, ein umfassenderes Abkommen könne "innerhalb von Tagen" zustande kommen.cbc+4
Premierminister Benjamin Netanjahu bestätigte die Einstellung der Feindseligkeiten mit dem Iran, erklärte jedoch, dass die israelischen Operationen im Libanon fortgesetzt würden, wobei der Fokus weiterhin auf der Hisbollah liege. Trump hatte Netanjahu gewarnt, dass Israel isoliert sein könnte, wenn es den Kampf mit dem Iran weiter eskalieren würde.timesofisrael+1
Die New York Times berichtete, dass die Angriffe vom Dienstag auf ein Scheitern des von den USA vermittelten Waffenstillstands hindeuteten. Israel beharrt darauf, dass seine Kampagne auf die Infrastruktur der Hisbollah im Südlibanon abzielt, doch der wachsende Umfang der Evakuierungsbefehle und die steigende Zahl ziviler Opfer haben Fragen aufgeworfen, ob irgendein diplomatischer Rahmen Bestand haben kann. Die Drohung des Iran mit weiterer Vergeltung lässt die Region in Anspannung, wobei die fragile Pause zwischen Teheran und Tel Aviv nun von Israels anhaltender Offensive auf libanesischem Boden überschattet wird.nytimes