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iranwirereutersyna+1Der iranische Rial ist am Donnerstag auf ein neues Rekordtief gegenüber dem US-Dollar gefallen. Auf dem freien Markt im Iran überschritt der Dollar die Marke von 234.000 Toman, während eskalierende militärische Feindseligkeiten zwischen Washington und Teheran die Rohölpreise über 100 Dollar pro Barrel trieben und die Devisenmärkte weltweit erschütterten.
Der Dollar stieg im frühen Handel am Donnerstag auf 234.190 Toman, nach 232.700 Toman am Vortag, bevor er bis zum Nachmittag auf 234.740 Toman kletterte, wie IranWire unter Berufung auf das iranische Finanzportal Donya-e-Eqtesad berichtete. Der Euro wurde mit 273.040 Toman notiert, während das britische Pfund 318.000 Toman erreichte. Auch die Goldpreise zogen an, wobei 18-karätiges Gold auf 24.238.000 Toman pro Gramm stieg.iranwire
Der Verfall des Rial hat sich seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran am 28. Februar drastisch beschleunigt. Ende August lag die Währung noch bei etwa 2,02 Millionen Rial pro Dollar, bevor sie innerhalb weniger Wochen mehr als 12 Prozent ihres Wertes verlor. Die Inflationsrate im Iran hatte bereits im August 89 Prozent erreicht, wobei die Preise für Lebensmittel und Getränke im Jahresvergleich um 127,5 Prozent gestiegen waren, noch vor der jüngsten Abwertung. IranWire führt den jüngsten Rückgang auf die sogenannte Operation Economic Rejection zurück, eine US-Druckkampagne, sowie auf die Aussetzung der finanziellen und kommerziellen Transaktionen der VAE mit dem Iran.cryptobriefing+2
Die Rohölpreise bildeten den Hintergrund für den Währungsschock. Brent-Rohöl durchbrach am Mittwoch erstmals seit Juli die 100-Dollar-Marke und hielt sich am Donnerstag darüber, da Reuters berichtete, dass beide Referenzsorten inmitten der größten Angriffe auf die Schifffahrt seit Beginn des sechsmonatigen Konflikts über 100 Dollar gehandelt wurden. CNBC berichtete, dass West Texas Intermediate-Futures ein Sitzungshoch von 100,88 Dollar pro Barrel erreichten, der höchste Stand seit mehr als drei Monaten. Der Anstieg folgte auf US-Angriffe auf iranische Öltanker und iranische ballistische Raketenstarts auf US-Kriegsschiffe, so Al Jazeera.cnbc+2
Der Ölschock hallte an den Devisenmärkten wider. Der südkoreanische Won fiel auf 1.339,2 pro Dollar, ein Minus von 3,1 Won gegenüber der vorherigen Sitzung, während Brent-Öl über 100 Dollar notierte, berichtete Yonhap. Der kanadische Dollar gab auf 1,3810 pro US-Dollar nach, als die Anleiherenditen stiegen und Investoren das Inflationsrisiko neu bewerteten. Die Rendite der 2-jährigen kanadischen Staatsanleihe stieg um 11,7 Basispunkte auf 3,288 Prozent, den höchsten Stand seit November 2024. Der Leitindex Korea Composite Stock Price Index fiel um 0,25 Prozent auf 7.033,92 Punkte, obwohl ausländische Investoren lokale Aktien im Wert von 2,4 Billionen Won netto kauften.finimize+1
Der Anstieg der Energiekosten hat die Erwartungen verstärkt, dass die Zentralbanken gezwungen sein könnten, die Geldpolitik länger straff zu halten. Da der Konflikt in seinen siebten Monat geht und keine diplomatische Lösung in Sicht ist, nehmen die wirtschaftlichen Folgen – von der kollabierenden Währung Teherans bis zu steigenden Verbraucherpreisen in Asien und Nordamerika – weiter zu.