Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

isna+1trend+1agsiDer iranische Ölminister Mohsen Paknejad gab am Montag bekannt, dass Teheran und Moskau eine Einigung über die meisten wesentlichen Bestimmungen eines lange verhandelten Gashandelsvertrags erzielt haben, und drängte Russland dazu, die Umsetzung des Abkommens zu beschleunigen. Die Ankündigung, über die die staatliche iranische Nachrichtenagentur Shana, Gazprom und ISNA berichteten, markiert einen Meilenstein in der Energiekooperation zwischen den beiden Ländern.isna+2
Laut ISNA, unter Berufung auf Paknejad, wurde eine Einigung über die wesentlichen Bedingungen des endgültigen Gashandelsvertrags zwischen Iran und Russland erzielt. Das Abkommen würde schließlich vorsehen, dass Russland bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr nach Iran exportiert – ein Volumen, das mit der Kapazität der mittlerweile stillgelegten Nord Stream 1-Pipelines vergleichbar ist, die einst russisches Gas nach Europa transportierten.reuters+2
Der Rahmen geht auf eine Absichtserklärung zurück, die im Juni 2024 zwischen Gazprom und der National Iranian Gas Company unterzeichnet wurde. Der russische Präsident Wladimir Putin und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian formalisierten die Pläne für eine Pipeline durch Aserbaidschan während eines Gipfeltreffens im Januar 2025, wobei die anfänglichen Lieferungen auf etwa 2 Milliarden Kubikmeter jährlich geschätzt wurden. Bis April 2025 hatten sich die beiden Seiten auf das Ziel von 55 Milliarden Kubikmetern geeinigt, obwohl die Preisgestaltung ungeklärt blieb. Noch im Juni berichtete Interfax, dass Teheran und Moskau weiterhin den Gaspreis und den Zahlungsmechanismus koordinierten.agsi+6
Das Abkommen erhält angesichts des breiteren geopolitischen Kontextes zusätzliches Gewicht. Der anhaltende Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, der seit Anfang 2026 die Schifffahrt durch die Straße von Hormus stört, hat die globalen Energieströme verändert. Russland hat versucht, sich inmitten der Krise als alternativer Energielieferant zu positionieren, wobei Putin im März anbot, die Öl- und Gaslieferungen nach Europa wieder aufzunehmen.reuters+2
Für Iran adressiert das Gasabkommen ein inländisches Energieungleichgewicht. Trotz einer Rekordproduktion von 750 Millionen Kubikmetern pro Tag sagte Paknejad im Februar, dass Iran weiterhin russische Gasimporte benötige. Das Abkommen gewährt Iran zudem das Recht, überschüssiges Gas an andere Länder weiterzuverkaufen, was laut einer Analyse des Global Energy Center des Atlantic Council über die 30-jährige Laufzeit des Vertrags potenziell bis zu 12 Milliarden Dollar an jährlichen Einnahmen generieren könnte.interfax+1
Trotz der Fortschritte steht die Umsetzung des Abkommens vor Hürden. Die Pipeline durch Aserbaidschan ist noch nicht gebaut, und Anfang des Jahres berichtete Energy Intelligence, dass ehrgeizige Energiekooperationspläne zwischen den beiden Ländern nur schwer zu verwirklichen seien, wobei der unvollständige Nord-Süd-Transportkorridor als Haupthindernis genannt wurde. Der iranische Botschafter in Russland sagte im April 2025, dass technische Probleme zu "90 % gelöst" seien, mit der Möglichkeit, bestehende Pipeline-Infrastruktur zu nutzen, während neue Kapazitäten aufgebaut werden.russiaspivottoasia+1