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reuters+1cnbctradingkey+1Gold setzte seine Rally am Montag fort, hielt sich über 4.600 US-Dollar pro Unze und erreichte Stände wie seit Mitte Mai nicht mehr. Anhaltende Schwäche des US-Dollars und eine erneute Nachfrage nach sicheren Häfen kurbelten die Käufe des Edelmetalls an. Der Anstieg knüpft an einen Wochengewinn von fast 5 % in der Vorwoche an und markiert die dritte Woche in Folge mit Kursgewinnen für Gold.reuters+1
Der Auslöser für den jüngsten Goldpreisanstieg geht auf die Ankündigung des US-Finanzministeriums vom vergangenen Mittwoch zurück, das maximale Volumen seiner Rückkaufaktionen für länger laufende Anleihen vom 9. September bis zum 4. November von 2 Milliarden Dollar auf mindestens 4 Milliarden Dollar pro Aktion zu verdoppeln. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am folgenden Tag gegenüber CNBC, dass die beschleunigten Rückkäufe die Marke von 4 Milliarden Dollar sogar noch übersteigen könnten.cnbc+1
Der Schritt, der die Liquidität am Markt für langlaufende Anleihen stützen soll, ließ die Renditen kräftig sinken und drückte den Dollar auf Mehrmonatstiefs. Ein schwächerer Dollar macht Gold für ausländische Anleger günstiger und lenkt Kapital in den Edelmetallmarkt. Zudem wächst bei Marktteilnehmern die Unruhe über das Ausmaß der US-Staatsverschuldung und deren langfristige Folgen für die Kaufkraft des Dollars.cnbc+1
Am Freitag kletterte der Gold-Spotpreis um 2,4 % auf 4.623,94 US-Dollar pro Unze, nachdem er zuvor mit 4.631,99 US-Dollar den höchsten Stand seit dem 15. Mai erreicht hatte, wie Reuters berichtete. Das Edelmetall durchbrach seinen 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 4.513 Dollar, was Charttechniker als Bestätigung des bullischen Momentums werten. Analysten von FXStreet und TradingKey nennen Kursziele nach oben bei 4.773 Dollar sowie im Widerstandsbereich von 4.890 Dollar, obwohl der RSI-Indikator die Marke von 70 überschritten hat. Dies deutet auf einen überkauften Zustand hin, dem eine Korrektur vorausgehen könnte.tradingkey+2
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Veröffentlichung der Juli-PCE-Inflationsdaten am Mittwoch und die Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh auf dem Wirtschaftssymposium in Jackson Hole am Freitag, 28. August. Ein schwächer als erwartet ausfallender PCE-Wert könnte die Erwartung stärken, dass die Fed vorerst auf weitere Zinserhöhungen verzichtet, was der Gold-Rally weiteren Auftrieb verleihen würde. Warshs Rede, seine erste in Jackson Hole als Fed-Chef, wird genau auf Signale dazu untersucht werden, wie er den langsameren Beschäftigungsaufbau gegen die über dem Zielwert liegende Inflation abwägt.fxstreet+1