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cnbccnbc+1cnbcKünstliche Intelligenz hinterlässt bereits messbare Spuren bei der Einstellungspraxis in den größten Volkswirtschaften der Welt. Zu den am stärksten betroffenen Branchen zählen Callcenter, Softwareentwicklung und Unternehmensberatung, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Forschungsbericht von Goldman Sachs hervorgeht.
Der Bericht ergab, dass Branchen mit einer höheren Exposition gegenüber KI-Automatisierung seit der zweiten Jahreshälfte 2022 ein langsameres Wachstum bei offenen Stellen verzeichnen, wobei dieser Zusammenhang in Deutschland, Australien und den USA am deutlichsten ausgeprägt ist. Die Beschäftigung in Callcentern liegt in den USA derzeit 39 Prozent unter dem historischen Trend, in Kanada 33 Prozent und in Deutschland 27 Prozent darunter.cnbc+1
Goldman schätzt, dass die KI-Nutzung durch Unternehmen die Arbeitslosenquote in den USA um 0,1 Prozentpunkte erhöht hat, ein Wert, den die Bank als Ausdruck sichtbarer, aber begrenzter KI-bedingter Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt charakterisiert.goldmansachs+1
Wir erleben gleichzeitig einzigartige Prozesse, die sich in Echtzeit entfalten: Wir bauen die für die Entwicklung von KI notwendige Infrastruktur auf, während KI selbst die Regeln der Weltwirtschaft umschreibt, sagte Mark Sorrell, globaler Leiter der Industriegruppe in der Investmentbanking-Sparte von Goldman.biz.liga
Die Bank analysierte das Beschäftigungswachstum in über 800 Berufen und stellte fest, dass der KI-bedingte Gegenwind bei Berufseinsteigern am stärksten war. Auf dem breiteren Arbeitsmarkt war eine 10-prozentige berufliche KI-Exposition in Frankreich, Kanada und den USA mit einer Verlangsamung des jährlichen Beschäftigungswachstums um lediglich 0,1 Prozentpunkte verbunden. Bei Berufseinsteigern lag dieser Effekt jedoch zwischen über 0,2 Prozentpunkten in den USA und mehr als 0,6 Prozentpunkten in Australien.cnbc+1
Die Beschäftigung im Bereich Informations- und Kommunikationsdienste, der zu den am stärksten von KI betroffenen Sektoren gehört, hat sich seit 2022 in fast allen großen Industrienationen verlangsamt, bleibt jedoch außerhalb der USA nahe oder über ihrem langfristigen Trend.cnbc
Goldman kombinierte Daten aus 11 Umfragen und schätzt, dass die KI-Adoptionsraten in den großen Industrienationen derzeit bei etwa 15 bis 20 Prozent liegen, wobei Frankreich, die USA, die Niederlande und Großbritannien führend sind, während Italien, Japan und Neuseeland zurückliegen. In großen Schwellenländern liegt die geschätzte Adoptionsrate zwischen 10 und 15 Prozent.cnbc
Die Bank kommt zu dem Schluss, dass der KI-bedingte Druck auf Neueinstellungen zwar in den Daten deutlich sichtbar ist, sich aber auf eine relativ kleine Gruppe von Branchen und Arbeitnehmerkategorien beschränkt, was die Frage offen lässt, ob sich die Auswirkungen mit zunehmender Verbreitung ausweiten werden.