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fortune+1angelone+1reutersDie Goldpreise fielen am Donnerstag zum ersten Mal seit Wochen unter 4.000 $ pro Unze, da die durch eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran bedingten steigenden Rohölpreise die Zinserwartungen hoch hielten und schwächere Inflationsdaten überschatteten. Der Rückgang setzte eine monatelange Korrektur von den im Januar erreichten Rekordhochs des Metalls fort.
Laut Fortune lag der Goldpreis am Donnerstag um 9:15 Uhr Eastern Time bei 3.992 $ pro Unze, was einem Rückgang von 81 $ gegenüber dem Vortag entspricht. Silber wurde ebenfalls niedriger gehandelt, mit Preisen um 57,80 $ pro Unze, und setzte damit einen steilen Abwärtstrend von seinem Allzeithoch im Januar von 121,62 $ fort.goldsilver+2
Der Ausverkauf bei Edelmetallen wurde weitgehend durch steigende Energiekosten vorangetrieben. Die Rohölpreise stiegen am Donnerstag den vierten Tag in Folge, wobei Brent-Rohöl-Futures auf 85,28 $ pro Barrel stiegen und West Texas Intermediate auf 80,02 $ zulegte, da erneute militärische Spannungen zwischen Washington und Teheran die Angst vor Versorgungsunterbrechungen durch die Straße von Hormus schürten. Reuters berichtete Anfang der Woche, dass die USA eine Seeblockade gegen den Iran wieder eingeführt hätten, was den Ölpreis auf ein Einmonatshoch trieb.reuters+1
Die Aufhebung einer vorübergehenden Sanktionsausnahme für iranisches Öl durch das Finanzministerium – die am 17. Juli vollständig in Kraft tritt – hat die Angebotsaussichten laut Al Jazeera weiter verschärft.aljazeera
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen lag am Donnerstag bei 4,57 %, während die Märkte laut Reuters weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von etwa 30 % für eine Zinserhöhung der Federal Reserve bei ihrer Sitzung am 28. und 29. Juli einpreisten. Das FedWatch-Tool der CME Group zeigt eine Erwartung von etwa 80 % für eine Zinserhöhung bis September.investing+1
Gold fiel Ende Juni erstmals unter die 4.000-$-Marke, als Reuters berichtete, dass es zum ersten Mal seit November 2025 unter diese Schwelle rutschte. Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank, warnte damals, dass ein anhaltender Bruch unter die 4.000-$-Marke "eine neue Welle der Kapitulation und des momentumgetriebenen Verkaufs" auslösen könnte.finance.yahoo+1
Spot-Gold erreichte Ende Januar ein Allzeithoch von 5.594,82 $, bevor die Korrektur begann, bei der das Metall inmitten einer restriktiven Federal Reserve unter dem Vorsitz von Kevin Warsh mehr als 1.500 $ pro Unze verlor. Seit Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar haben Edelmetalle schlechter abgeschnitten als die breiteren Märkte, wobei Gold um etwa 24 % nachgab.reuters+1
Analysten sind sich über die Aussichten uneins. Die Deutsche Bank hat ihre Prognose für das vierte Quartal auf 4.800 $ gesenkt, während Wells Fargo ein Jahresendziel von 6.100 $ bis 6.300 $ beibehält.investingnews