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straitstimes+1zawya+1atalayar+1Die Unternehmen des Golf-Kooperationsrates (GCC) stehen vor einer Berichtssaison, die das bisher deutlichste finanzielle Bild davon vermitteln wird, wie der anhaltende Iran-Konflikt die Unternehmenslandschaft der Region verändert hat. Analysten erwarten eine gemischte Bilanz, die je nach Sektor und Geografie stark variiert.
Da die GCC-Unternehmen beginnen, ihre Ergebnisse für das zweite Quartal zu veröffentlichen, scheinen die Banken- und Immobiliensektoren am stärksten von den Auswirkungen des Krieges betroffen zu sein. Laut Elena Sánchez-Cabezudo, Leiterin der Finanzaktienforschung bei EFG Hermes, wird für Banken am Golf ein einstelliger Gewinnrückgang im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal prognostiziert. Sie verwies auf geringere Gebühreneinnahmen im Zusammenhang mit schwächeren Handelsfinanzierungen und reduzierten Kreditkartenausgaben für internationale Reisen.straitstimes+1
SABIC Saudi Basic Industries Corporation, der saudische Petrochemie-Riese, wird laut einer am Samstag veröffentlichten Ergebnisvorschau von Riyad Capital voraussichtlich einen Nettoverlust von 308 Millionen SAR (ca. 82 Millionen Dollar) im zweiten Quartal 2026 ausweisen. Das Unternehmen wird seine Telefonkonferenz zu den Ergebnissen am 30. Juli abhalten. Unterdessen waren Telekommunikationsunternehmen weitgehend durch langfristige Verträge und eine relativ unelastische Nachfrage geschützt.atalayar+3
Energieunternehmen sehen sich mit einer doppelten Realität konfrontiert. Der viermonatige Konflikt unterbrach Lieferketten und Infrastruktur, aber die steigenden Preise durch die Schließung der Straße von Hormus generierten auch unerwartete Gewinne für einige Produzenten. HSBC hat seine Prognose für Brent-Rohöl für 2026 auf 95 Dollar pro Barrel angehoben und schätzt, dass die Durchschnittspreise für das zweite Quartal 114 Dollar erreichten. Saudi Aramco verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinnanstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 32,5 Milliarden Dollar, was auf den Preisanstieg zurückzuführen ist.aljazeera+1
Die Auswirkungen des Krieges haben sich entlang geografischer Linien gespalten. Reuters berichtete letzte Woche, dass Saudi-Arabien und Oman aufgrund ihrer geringeren Abhängigkeit von der Straße von Hormus besser abschneiden, während die VAE, Katar und Kuwait mit wirtschaftlichen Kontraktionen konfrontiert sind. Fitch Solutions erwartet nun, dass das reale BIP des GCC im Jahr 2026 um 0,8 Prozent schrumpfen wird – eine drastische Herabstufung gegenüber der Prognose vor dem Konflikt, die noch von einem Wachstum von 4,9 Prozent ausging.reuters+2
Auch die IPO-Aktivität hat gelitten: GCC-Unternehmen nahmen im ersten Quartal 2026 nur 437 Millionen Dollar durch Börsengänge ein, ein Rückgang von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die nun laufende Berichtssaison wird zeigen, ob sich der Unternehmenssektor der Region stabilisieren kann – oder ob sich die finanzielle Belastung durch den Krieg weiter verschärft.instagram