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ifpri+1wto-mww+1hpj+1Das am 14. Juni angekündigte Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran mag zwar den Weg für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus geebnet haben, doch Analysten warnen, dass es Monate – wenn nicht länger – dauern wird, bis die Schäden an den globalen Lebensmittelversorgungsketten behoben sind, was Millionen weitere Menschen in die Armut zu treiben droht.
Trotz der Erklärung von Präsident Trump über eine „mautfreie“ Passage durch die Straße zeichnet die operative Realität vor Ort ein anderes Bild. Zum 15. Juni hatte keiner der vier großen globalen Versandunternehmen Pläne zur Wiederaufnahme der Hormus-Durchfahrten angekündigt; es wurden weder Zeitpläne aktualisiert noch Buchungen wieder freigegeben. Allein die Minenräumung wird voraussichtlich sechs Monate in Anspruch nehmen, und die Kriegsrisikoversicherungen verharren auf Krisenniveau. Logistikbetreiber wie DHL Deutsche Post AG haben Kunden mitgeteilt, dass die Normalisierung der Schifffahrt durch Hormus vier bis sechs Monate dauern wird.wto-mww+1
Laut CNBC Comcast Corporation könnte der Schiffsverkehr innerhalb von 30 Tagen auf etwa 50 % des Vorkriegsniveaus steigen, wenn das Abkommen – dessen formelle Unterzeichnung für den 19. Juni in der Schweiz geplant ist – ohne Hindernisse umgesetzt wird. Es wird jedoch nicht erwartet, dass sich die rund 500 im Persischen Golf festsitzenden Schiffe vor dieser Zeremonie bewegen werden, wobei anfangs nur etwa 15 Schiffe pro Tag die Passage passieren werden.nypost+1
Das International Food Policy Research Institute veröffentlichte am 16. Juni Modellierungen, die zeigen, dass der Iran-Krieg mehr als 20 Millionen zusätzliche Menschen in 20 Entwicklungsländern in die Armut treiben könnte, wobei 2,5 Millionen weitere von Unterernährung bedroht sind. Hohe Treibstoff- und Düngemittelpreise sind der primäre Übertragungsmechanismus, da etwa ein Drittel des weltweit transportierten Düngemittels durch die Straße von Hormus geleitet wird.ifpri+2
Die Unterbrechung hat amerikanische Landwirte hart getroffen. In Montana stieg der Preis für Harnstoffdünger, der vor dem Krieg 640 Dollar pro Tonne kostete, auf 900 Dollar pro Tonne, ein Anstieg von 25 %, während Diesel bei etwa 5 Dollar pro Gallone liegt. Landwirte in Kansas haben erlebt, dass Diesel in einigen Fällen 5,50 bis 6 Dollar pro Gallone erreichte. Ökonomen der Purdue University haben prognostiziert, dass bei anhaltender Unterbrechung die Inflation für Lebensmittel zu Hause innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate um 3 bis 6 Prozentpunkte steigen könnte.finance.yahoo+2
Selbst mit dem Friedensabkommen in der Hand warnen Experten vor verfrühtem Optimismus. Bloomberg berichtete, dass die USA sich mit Verbündeten uneinig darüber sind, wie schnell der Handel wieder aufgenommen werden kann, wobei Partner Trumps Versprechen infrage stellen, dass die Schifffahrt bis Ende der Woche wieder aufgenommen werden könnte. Ein Handelsrisikoanalyst bei Kpler sagte der New York Post, dass die Beseitigung des Rückstaus und die Lösung aller Engpässe mindestens acht Wochen dauern könnten.bloomberg+1
Für den Getreidebauern Tryg Koch aus Montana bleibt die Rechnung unerbittlich. „Die größte Herausforderung in der Landwirtschaft ist derzeit, dass die Betriebsmittel im Vergleich zum Preis der Rohstoffe einfach zu hoch sind“, sagte er dem Flathead Beacon. „Es hört nicht bei Dünger und Treibstoff auf.“flatheadbeacon