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reuters.com.fidelity.com+1.fidelity.com.Die französischen Kreditkosten stiegen am Dienstag, den 20. Oktober, erneut, nachdem Protestgruppen neue Demonstrationen für Samstag angekündigt hatten. Die Rendite der 10-jährigen OAT stieg um 3 Basispunkte auf 4,96 Prozent. Das liegt nahe an den 4,99 Prozent, die Anfang Oktober erreicht wurden, dem höchsten Stand seit Juli 2002, so Reuters. Die Differenz zwischen französischen und deutschen 10-Jahres-Renditen weitete sich um 5,5 Basispunkte auf 152,5 aus. Investoren nutzen diesen Spread, um das französische Risiko zu messen, und er erreichte Anfang Oktober mit 158,67 den höchsten Stand seit November 2011.money.usnews.com
Die Bewegung folgte auf einen Ausverkauf am Montag, den 19. Oktober, der auf ein Wochenende mit gewaltsamen Protesten gegen die Lebenshaltungskosten folgte. Investoren bezweifeln nun, dass Paris vor der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr Defizitkürzungen durch ein gespaltenes Parlament bringen kann.
Am Montag fielen französische Anleihen, in Paris notierte Aktien und der Euro nach einigen der schlimmsten Unruhen in Frankreich seit Jahren. Tausende Menschen wurden verhaftet und Geschäfte geplündert während der Proteste gegen hohe Preise und den Rückgang öffentlicher Dienstleistungen, berichtete Reuters. Die 10-Jahres-Rendite sprang um 13 Basispunkte auf etwa 4,9 Prozent, der größte Tagesanstieg seit fast einem Monat. Premierminister Sébastien Lecornu schloss die Ausrufung des Notstands nicht aus.galvnews.com
Der CAC 40 war der schwächste große europäische Index. BNP Paribas und Societe Generale Société Générale S.A. fielen jeweils um etwa 3 Prozent. Carrefour gab ebenfalls nach, nachdem der Vorstandsvorsitzende sagte, dass die Schäden durch die Proteste den Einzelhändler zig Millionen Euro kosten würden. Auch die Kosten für die Absicherung französischer Schulden gegen Zahlungsausfälle stiegen.
Eine Protestbewegung, die wegen der Bedingungen an Schulen begann, "verwandelte sich in einen breiten Protest gegen die steigenden Lebenshaltungskosten, den Rückgang öffentlicher Dienstleistungen und die allgemeine Frustration gegenüber der Regierung Macron", schrieben Analysten der KBC Bank laut The Wall Street Journal News Corp . Präsident Emmanuel Macron verurteilte die "ungezügelte Gewalt" in einer Fernsehansprache am Sonntagabend, berichtete The Guardian.wsj.com+1
Am Dienstag stimmen die französischen Abgeordneten über die Einnahmenseite des Haushaltsgesetzes ab. Jamie Searle, Zinsstratege bei Citi Citigroup Inc. , sagte, die Abstimmung "erhält etwas mehr Bedeutung als kurzfristiges Signal", berichtete Reuters. "Die Proteste unterstreichen, dass jede Regierung Schwierigkeiten haben wird, die erforderlichen Reformen und Einsparungen gegen den breiteren öffentlichen Widerstand umzusetzen", sagte Benjamin Schroeder von ING .reuters.com
Frankreichs Staatsverschuldung liegt bei über 119 Prozent des BIP, berichtete The Wall Street Journal. Moody's wird Frankreichs Rating voraussichtlich am Freitag, den 23. Oktober, überprüfen, und eine Herabstufung ist möglich. Analysten der Commerzbank erwarten nur begrenzte Auswirkungen auf die Spreads, da Moody's "lediglich zu anderen Ratingagenturen aufschließt", so Reuters.fidelity.com+1
Elias Hilmer von Capital Economics erwartet, dass sich der französisch-deutsche Spread bis Ende 2027 auf 200 Basispunkte ausweiten wird, berichtete Business Insider. "Angesichts des prekären Zustands der französischen Staatsfinanzen und der Unsicherheit um die Wahlen glauben wir, dass sich die französischen Spreads im kommenden Jahr weiter ausweiten könnten", schrieb er.finance.yahoo.com