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gulfnews+1firstpost+1nytimes+1Frankreich präsentierte am Dienstag einen nach eigenen Angaben "ersten seiner Art" nationalen Fahrplan zum Ausstieg aus Kohle bis 2030, Öl bis 2045 und Erdgas bis 2050 und legte damit einen umfassenden Zeitplan vor, um die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas vollständig von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen.gulfnews+1
Die Ankündigung erfolgte auf der ersten Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Santa Marta, Kolumbien, einem zweitägigen Ministergipfel, der gemeinsam von Kolumbien und den Niederlanden ausgerichtet wurde und Vertreter aus mehr als 50 Ländern anzog. Die Vereinigten Staaten fehlten bei dem Treffen laut der New York Times auffällig.nytimes+2
Frankreichs Gesandter auf der Konferenz, Benoit Faraco, sagte, der Fahrplan lege feste Fristen für die Beendigung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe in der gesamten Wirtschaft fest. Kohle soll zuerst bis 2030 eliminiert werden, gefolgt von Öl bis 2045 und Gas bis 2050 für Energiezwecke. Der Plan verpflichtet Frankreich zudem dazu, die Produktion fossiler Brennstoffe zu beenden, Sektoren wie Heizung und Verkehr zu elektrifizieren und die Finanzierung des Übergangs in anderen Ländern zu unterstützen.firstpost+1
Anstatt neue Versprechen einzuführen, konsolidiert der Fahrplan Frankreichs bestehende Klima- und Energiepolitiken unter einem einzigen Rahmenwerk. Er formalisiert Ziele zur Senkung der Treibhausgasemissionen um fünf Prozent jährlich zwischen 2024 und 2028, mit dem übergeordneten Ziel, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.gulfnews+1
Der Plan baut auf der im Februar 2026 veröffentlichten mehrjährigen Energieprogrammstrategie Frankreichs auf, die darauf abzielte, den Anteil fossiler Brennstoffe am Endenergieverbrauch von etwa 60 Prozent im Jahr 2023 auf 40 Prozent bis 2030 und 30 Prozent bis 2035 zu senken. Diese Strategie umfasst den Bau von sechs neuen EPR2-Kernreaktoren, den Ausbau der Offshore-Windkraft auf 15 Gigawatt bis 2035 und die Installation von einer Million Wärmepumpen pro Jahr bis 2030. Ein Verbot von Gasheizungen in Neubauten soll bis Ende 2026 in Kraft treten.enerdata+2
Frankreich erzeugt bereits den Großteil seines Stroms aus Kernkraft, was bedeutet, dass Kohlenwasserstoffe in seinem Stromnetz eine geringere Rolle spielen als in den meisten europäischen Ländern. Aber fossile Brennstoffe dominieren immer noch im Verkehr und bei der Heizung, und Frankreich importiert fast 99 Prozent seines fossilen Gases.ecologie+1
Der Fahrplan wurde vor dem Hintergrund einer globalen Energiekrise präsentiert, die durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelöst wurde und weltweit zu Kraftstoffknappheit und Preisspitzen geführt hat. Ike Roberts, ein von der AFP zitierter Analyst, beschrieb Frankreichs Fahrplan als ein Dokument, das "einen Weg für ein Land aufzeigt, die gesamte Wirtschaft von fossilen Brennstoffen wegzubewegen".nytimes+1