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x+1bloomberg+1polymarket+1Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank, Martin Kocher, sagte am Dienstag, dass die nächsten politischen Entscheidungen der EZB entweder auf eine weitere Anhebung der Zinssätze oder deren Beibehaltung hinauslaufen werden, wobei er eine Rückkehr zur Lockerung angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks in der Eurozone ausschloss.x+1
Kochers Äußerungen, die am Rande des EZB-Forums zur Zentralbankkommunikation im portugiesischen Sintra fielen, kamen zu einem Zeitpunkt, als eine Reihe anderer Entscheidungsträger die Notwendigkeit einer unmittelbar bevorstehenden weiteren Straffung in Frage stellten und andeuteten, dass die Zinserhöhung vom Juni vorerst die einzige bleiben könnte.ecb.europa+1
Das deutlichste Signal kam vom Letten Martins Kazaks, der gegenüber Bloomberg erklärte, es gebe "keine Dringlichkeit", im Juli erneut die Zinsen anzuheben, und anmerkte, dass Friedensbemühungen im Nahen Osten die Ölpreise gesenkt und die Inflationsrisiken verringert hätten. Der Belgier Pierre Wunsch schloss sich dieser Einschätzung an und sagte, das Argument für eine weitere Anhebung sei "nicht so stark" wie nach der Juni-Sitzung, fügte jedoch hinzu, dass die EZB "schnell handeln" sollte, falls eine solche notwendig sei.econostream-media+2
Der Malteser Alexander Demarco hatte zuvor signalisiert, dass angesichts der "ziemlich gut verankerten" Inflationserwartungen derzeit kein Bedarf für viele weitere Zinserhöhungen nach der Entscheidung vom Juni bestehe.bloomberg
Bundesbankpräsident Joachim Nagel schlug einen vorsichtigeren Ton an. Im Gespräch mit CNBC in Sintra warnte er, dass der Energiepreisschock durch den Konflikt im Nahen Osten "immer noch im System" sei und die Inflation bis 2026 "deutlich über unserem Ziel" bleiben werde, auch 2027 erhöht bleibe, bevor sie 2028 zum 2%-Ziel zurückkehre. Er lehnte es jedoch ab, weitere Anhebungen zu befürworten, und sagte, es sei "zu früh für eine solche Entscheidung" und er werde "alle Optionen offen halten" für die Sitzungen im Juli und September.econostream-media+3
Die EZB hob ihren Einlagensatz am 11. Juni um 25 Basispunkte auf 2,25 % an – die erste Anhebung seit September 2023 –, nachdem der Iran-Krieg die Inflation in der Eurozone im Mai auf 3,2 % getrieben hatte. Die Prognosen der Mitarbeiter sehen nun eine Gesamtinflation von durchschnittlich 3,0 % im Jahr 2026 und 2,3 % im Jahr 2027 vor.euronews+2
Die Märkte rechnen mit einer Beibehaltung der Zinsen bei der Sitzung am 23. Juli; Prognosemärkte zeigen eine Wahrscheinlichkeit von 96 % für keine Änderung, während eine Anhebung im September weiterhin als offen gilt. Der jüngste Rückgang der Ölpreise, der durch erneute diplomatische Kontakte zwischen den USA und dem Iran ausgelöst wurde, hat den Druck auf die Entscheidungsträger verringert, bald erneut zu handeln.cnbc+3