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ecb.europa.eu.euronews.com+1.euronews.com.Die Europäische Zentralbank beließ ihren Einlagensatz am Donnerstag, den 29. Oktober, bei 2,5 Prozent. Sie warnte, dass die Energiepreise "weiter gestiegen sind, was Aufwärtsrisiken für die Inflationsaussichten und Abwärtsrisiken für die Wachstumsaussichten birgt", so die politische Erklärung der EZB. Auch die Hauptrefinanzierungs- und Spitzenrefinanzierungssätze blieben bei 2,65 beziehungsweise 2,90 Prozent.ecb.europa.eu Die Märkte hatten mit dieser Pause gerechnet. Entscheidend ist nun, wie die politischen Entscheidungsträger die steigenden Energiekosten gegen die verschärften Kreditbedingungen abwägen, insbesondere in Frankreich. Die Entscheidung fiel nur Stunden, nachdem Präsidentin Christine Lagarde erklärt hatte, dass sie am 7. Februar 2027, etwa neun Monate vor Ende ihrer Amtszeit, zurücktreten werde, berichtete Euronews.euronews.com ## Inflationsdruck baut sich auf Die EZB hat die Zinsen in diesem Jahr zweimal angehoben, zuletzt im September, um den durch den Iran-Krieg bedingten Energieschock einzudämmen, wie Reuters unter Berufung auf die Global Banking & Finance Review berichtete. Die Inflation im Euroraum stieg im September von 3,2 Prozent im August auf 3,8 Prozent und damit auf fast das Doppelte des 2-Prozent-Ziels.globalbankingandfinance.com+1 Die Bank erklärte, die zugrunde liegende Inflation sei "bisher weitgehend stabil geblieben" und die Löhne "zeigen in diesem Stadium keine wesentliche Reaktion." Dennoch warnte sie, dass der größere und länger anhaltende Energieschock "wahrscheinlich die Inflation in die Höhe treiben und das Wachstum senken wird." Sie wiederholte, dass sie sich "nicht auf einen bestimmten Zinspfad festlegt".ecb.europa.eu Händler erwarten weiterhin eine weitere Erhöhung. Vor der Entscheidung preisten die Märkte laut investingLive eine Wahrscheinlichkeit von etwa 65 Prozent für eine Anhebung im Dezember ein. Eine Reuters-Umfrage ergab, dass 64 von 73 Ökonomen für diesen Monat einen Schritt um einen Viertelprozentpunkt erwarten.admiralmarkets.com+1 ## Frankreich erschwert den Weg Die EZB räumte ein, dass sich die Finanzierungsbedingungen "seit der letzten Sitzung des EZB-Rats verschärft haben." Reuters merkte an, dass Frankreich für 10-jährige Anleihen nun einen Aufschlag von 155 Basispunkten gegenüber Deutschland zahlt, der höchste Wert seit Jahrzehnten. Letzte Woche stiegen die 10-jährigen Kreditkosten Frankreichs zum ersten Mal seit 2002 auf über 5 Prozent. Moody's behielt das Aa3-Rating des Landes bei, jedoch mit negativem Ausblick.euronews.com+1 ING schätzte, dass der Renditeanstieg seit September die Wirkung einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte in Deutschland und fast 50 Basispunkte in Frankreich hatte. "Der Anleihemarkt hat die Arbeit der EZB übernommen", so die Bank. Der Stratege George Moran von der RBC Royal Bank of Canada sagte, dass die größeren Renditeabstände "der EZB Spielraum geben, weitere aggressive Straffungen zu vermeiden".macon.com+1 Die EZB bekräftigte erneut, dass ihr nie genutztes Kriseninstrument, das Transmission Protection Instrument, zur Verfügung steht, um "ungerechtfertigten, ungeordneten Marktdynamiken" entgegenzuwirken.ecb.europa.eu ## Märkte und Führung Die Entscheidung bewegte die Märkte kaum. Der Euro bewegte sich vor der Ankündigung nahe seinen Jahrestiefs gegenüber dem Dollar, EUR/USD. Lagardes Pressekonferenz sollte im Anschluss stattfinden. Es wurde erwartet, dass sie sich Fragen zu Frankreich und ihrem vorzeitigen Ausscheiden stellen muss, was einen Wettlauf um ihre Nachfolge auslöst. Der Spanier Pablo Hernández de Cos und der Niederländer Klaas Knot gelten als Favoriten.investinglive.com+1