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investinginvesting+1investing+1Die europäischen Großhandelspreise für Erdgas beendeten einen turbulenten Juli mit ihrem größten monatlichen Anstieg seit dem Frühjahr. Sie stiegen um mehr als 30 %, da eine militärische Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran die Lieferungen durch die Straße von Hormus störte und Ängste vor einer anhaltenden Angebotsverknappung vor dem Winter schürte.
Der niederländische Frontmonatskontrakt am Knotenpunkt TTF ICE Endex , Europas Benchmark für Erdgas, wurde Ende des Monats bei etwa 57-60 Euro pro Megawattstunde gehandelt. Damit wurde eine dreimonatige Verlustserie beendet und die stärkste monatliche Entwicklung seit März verzeichnet. Der entsprechende Großhandelskontrakt in Großbritannien spiegelte diesen Anstieg wider.npr+1
Der Preisanstieg des Monats wurde durch die Intensivierung der militärischen Spannungen zwischen Washington und Teheran ausgelöst. Die USA starteten laut Reuters mehrere Wellen von Luftangriffen auf iranische Ziele, nachdem der Iran Handelsschiffe angegriffen hatte, die die Straße von Hormus passierten. Der Iran erklärte die Meerenge Mitte Juli für den unbefugten Schiffsverkehr für geschlossen, während das U.S. Central Command in mindestens neun aufeinanderfolgenden Nächten Angriffe durchführte, um die gegen Handelsschiffe eingesetzten iranischen Militärkapazitäten zu schwächen.reuters+1
Der andauernde Konflikt setzte wichtige LNG-Transitkorridore unter starken Druck und stellte Lieferungen aus Katar, einem der wichtigsten Lieferanten Europas, vor große Hürden. Obwohl der erste LNG-Tanker aus Katar die Meerenge nach fast drei Wochen wieder passierte und damit eine gewisses Normalisierung signalisierte, waren die Sicherheitsrisiken in der Region noch nicht vollständig ausgeräumt.aa+1
Zusätzlich zu den geopolitischen Lieferängsten verlangsamte sich das Tempo bei der Wiederbefüllung der unterirdischen Gasspeicher Europas im Laufe des Monats Juli. Ungewöhnlich heißes Wetter in Mittel- und Südeuropa steigerte den Strombedarf für Kühlung, wodurch Gas in die Stromerzeugung umgeleitet wurde und nicht in die Speicheranlagen floss. Die Gasspeicherstände der Europäischen Union lagen Ende Juli bei etwa 55-56 % der Kapazität, deutlich unter dem historischen Fünfjahresdurchschnitt und hinter dem Wert zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres zurück.investing+1
Da die Speicherziele vor dem offiziellen Beginn der Heizperiode am 1. November hinterherhinken, erwarten Analysten, dass die europäischen Gas-Futures bis August hochvolatil bleiben. Der Wettbewerb zwischen Asien und Europa um verfügbare flexible LNG-Ladungen hat die Preise ebenfalls auf einem hohen Niveau gehalten.aa+1
Investmentfonds erhöhten ihre Netto-Long-Positionen am TTF in der Woche bis zum 24. Juli um 18 Terawattstunden auf 265 Terawattstunden, nachdem sie in der Vorwoche um 65 Terawattstunden gestiegen waren. Analysten von Engie merkten jedoch an, dass Fonds möglicherweise der Ansicht sind, dass die Preise Niveaus erreicht haben, die aus fundamentaler und technischer Sicht nicht mehr gerechtfertigt erscheinen, und dass das Potenzial für einen Rückgang nun das Potenzial für ein weiteres Wachstum übersteigt.komersant