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wsau+1investing+1investing+1Europäische Aktien bewegten sich am Mittwoch seitwärts und kämpften nach dem stärksten Tagesverlust seit fast einem Monat um eine Erholung. Steigende Anleiherenditen und eskalierende Spannungen im Nahen Osten hielten Investoren vor der Veröffentlichung des Protokolls der Juli-Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve in der Defensive.
Der paneuropäische STOXX 600 notierte laut Reuters um 0715 GMT unverändert bei 652,07 Punkten und damit nahe einem Zweiwochentief. Der deutsche DAX gab um etwa 0,2 Prozent nach, während der französische CAC 40 um 0,2 Prozent zulegte. Der Londoner FTSE 100 und der spanische IBEX 35 zeigten sich weitgehend unverändert.wsau+1
Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen kletterte auf 3,22 Prozent, den höchsten Stand seit Mai 2011, während die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen über 5,30 Prozent stieg. Dies erhöhte den Diskontierungssatz für Aktien und machte Staatsschulden zunehmend konkurrenzfähig gegenüber Aktien.investing+1
Technologiewerte waren mit einem Minus von 0,4 Prozent der schwächste Sektor, da höhere Renditen die Bewertungen von Wachstumswerten drückten. Halbleiteraktien gerieten zusätzlich unter Druck, nachdem Berichte über die jährliche Umsatzrate von Anthropic, die Ende Juli 65 Milliarden Dollar erreichte, die hohen Erwartungen der Investoren nicht erfüllten. Soitec führte die Verluste mit einem Rückgang von 4,4 Prozent an, während Nordic Semiconductor und Scout24 zwischen 2,1 und 2,3 Prozent fielen.economictimes.indiatimes+1
Grundstoffwerte trotzten dem Trend und stiegen um 0,6 Prozent, gestützt durch höhere Goldpreise, da Anleger in sichere Häfen flüchteten.wsau+1
Geopolitische Unsicherheit belastete die Stimmung, nachdem Präsident Donald Trump am Dienstag erklärt hatte, dass keine Gespräche mit dem Iran stattfänden, und darauf beharrte, dass die Straße von Hormus offen bleibe, was den Behauptungen des Iran widersprach, die wichtige Wasserstraße sei für die Schifffahrt gesperrt. Brent-Rohöl-Futures notierten nahe einem Dreiwochenhoch bei etwa 91,50 Dollar pro Barrel, da Störungen der Schifffahrt durch die Straße die Risikoprämie für Energie stützten.wsau+1
Die Kombination aus hohen Ölpreisen und hartnäckiger Inflation erschwert die Aussichten für die Zentralbanken. Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Philip Lane, warnte am Dienstag, dass die Inflation im Euroraum von rund 3 Prozent "deutlich über" dem Zielwert von 2 Prozent liege. Die Geldmärkte preisen nun fast vollständig eine Zinserhöhung der EZB um 25 Basispunkte bei der September-Sitzung ein. In Großbritannien beschleunigte sich die jährliche Verbraucherpreisinflation im Juli auf 2,9 Prozent, nach 2,6 Prozent im Juni.investing+2
Investoren warten auf die Veröffentlichung des Protokolls der Fed-Sitzung vom Juli am Mittwoch, um Hinweise auf die Ansichten der Entscheidungsträger zu Inflation, Wirtschaftswachstum und dem Zeitpunkt möglicher Zinsanpassungen zu erhalten. Kommentare von EZB-Präsidentin Christine Lagarde werden ebenfalls genau beobachtet, um Signale darüber zu erhalten, ob die Zentralbank die Märkte trotz nachlassender wirtschaftlicher Dynamik auf eine weitere Zinserhöhung vorbereitet.xtb+1