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reuters+1finance.yahoofinance.yahooEuropäische Aktien gaben am Montag leicht nach, da eskalierende Militärschläge zwischen den USA und dem Iran nahe der Straße von Hormus die Ölpreise nach oben trieben. Dies schürte Inflationssorgen und verstärkte die Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank im Laufe der Woche die Leitzinsen anheben wird.
Der europaweite STOXX 600 fiel im frühen Handel um 0,1 Prozent, während der deutsche DAX nachgab und der britische FTSE 100 um 0,1 Prozent nachgab. Energieaktien widersetzten sich dem Trend und stiegen um 1,2 Prozent. Grund dafür war der Brent-Ölpreis, der um mehr als einen Dollar pro Barrel zulegte, da Befürchtungen aufkamen, dass wechselseitige Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus zu längeren Lieferunterbrechungen führen könnten. US-Öl der Sorte WTI notierte nahe 92 Dollar, während Brent in Richtung 97 Dollar stieg.reuters+2
Da die US-Börsen wegen des Feiertags Labor Day geschlossen waren, wurde ein geringeres Handelsvolumen als üblich erwartet.finance.yahoo+1
Der Anstieg der Ölpreise verstärkte die Inflationssorgen, die bereits in der vergangenen Woche einen weltweiten Ausverkauf von Anleihen ausgelöst hatten, und stützt die Argumente für eine weitere Geldverknappung. Es wird allgemein erwartet, dass die EZB die Zinsen am Donnerstag um 25 Basispunkte anheben wird. Unterdessen rücken die im Laufe der Woche anstehenden US-Verbraucherpreisdaten stärker in den Fokus, nachdem ein starker Arbeitsmarktbericht die Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank in diesem Monat angeheizt hat.reuters+1
Die Deutsche Bank rechnet nun damit, dass die EZB nach dem Schritt im September im Dezember eine weitere Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt vornehmen wird. Händler preisen mindestens eine weitere Erhöhung bis Jahresende und eine weitere im Jahr 2027 ein.finance.yahoo
Bei den Einzelwerten verloren Novartis mehr als 3 Prozent, nachdem das experimentelle Cholesterinmedikament Pelacarsen ein wichtiges Ziel in einer Spätphasenstudie verfehlt hatte, was den Schweizer Leitindex um 1,2 Prozent nach unten zog.reuters+1
Auch politische Entwicklungen belasteten die Stimmung. Die rechtspopulistische AfD lag am Wochenende bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt mit 44 Prozent der Stimmen an der Spitze, was einen Rückschlag für Bundeskanzler Friedrich Merz darstellt. Die Partei versucht, eine Basis für politische Forderungen wie strenge Einwanderungsbeschränkungen, eine Wiederaufnahme der Beziehungen zu Russland und einen Austritt aus dem Euro zu schaffen. "Der Sieg der AfD unterstreicht das Potenzial für Volatilität im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahl", schrieb Neil Wilson, Anlagestratege bei Saxo Markets, in einer Mitteilung.finance.yahoo
Die italienische Lottomatica stieg um 6,8 Prozent, nachdem sie Einzelheiten dazu bekannt gegeben hatte, wie die geplante Fusion mit der spanischen Cirsa ihr Online-Geschäft stärken würde.finance.yahoo