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tradingview+1reuters+1wsjDer Euro notierte im August bei rund 1,15 Dollar und damit nahe einem Zweimonatshoch, nachdem die Wirtschaft der Eurozone das stärkste Quartalswachstum seit Anfang 2025 verzeichnete und die Märkte zunehmend eine weitere Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank im September einpreisten.tradingview+1 Die Rally der Gemeinschaftswährung spiegelt einen Stimmungsumschwung der Investoren hinsichtlich der Wachstumsaussichten des Blocks wider, nachdem BIP-Daten Ende Juli zeigten, dass die Eurozone im zweiten Quartal 2026 um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen ist, nach einem Nullwachstum im ersten Quartal und deutlich über den Erwartungen der Ökonomen von 0,2 %.youtube+1 ## Wachstum übertrifft Erwartungen, bleibt aber ungleichmäßig In der gesamten Europäischen Union beschleunigte sich das Wachstum von 0,1 % im Vorquartal auf 0,5 %, während das jährliche Wachstum im Euroraum auf 1,0 % und in der EU auf 1,2 % anstieg, so Euronews. Irland allein trug laut Berechnungen von Pantheon Macroeconomics 0,1 Prozentpunkte zum gesamten Wachstum der Eurozone bei, gefolgt von Litauen mit 1,7 % und Schweden mit 1,4 % Wachstum.euronews+1 Europas größte Volkswirtschaften, Deutschland, Frankreich und Italien, wuchsen zwar alle, jedoch langsamer als zuvor, während Belgien und Österreich mit Nullwachstum stagnierten.youtube+1 ## EZB-Zinserhöhung im September wahrscheinlich Der stärkere Wachstumshintergrund, kombiniert mit dem anhaltenden Inflationsdruck durch den Energieschock im Nahen Osten, hat die Erwartungen gefestigt, dass die EZB die Zinsen bei ihrer September-Sitzung um 25 Basispunkte anheben wird. Marktbasierte Inflationserwartungen für den Euroraum für das nächste Jahr liegen bei etwa 2,4 % und damit über dem EZB-Ziel von 2 %, während die Gesamtinflation in der Eurozone im Juli auf 2,9 % anstieg.tradingview Die EZB beließ den Einlagensatz im Juli bei 2,25 %, nachdem sie ihn im Juni um einen Viertelprozentpunkt angehoben hatte, was die erste Zinserhöhung seit 2023 war. EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte laut Reuters, dass erneute Feindseligkeiten im Nahen Osten und der daraus resultierende Anstieg der Ölpreise ein Aufwärtsrisiko für die Inflationsaussichten darstellten. Ed Hutchings, Leiter für Zinsmärkte bei Aviva Investors, sagte gegenüber CNBC, dass Händler nun eine Anhebung um 0,25 % im September erwarteten.reuters+1 ## Dollardynamik befeuert den Euro Die Stärke des Euro spiegelt auch die Entwicklungen auf der anderen Seite des Atlantiks wider, wo die US-Inflationsdaten für Juli weitgehend den Erwartungen entsprachen, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve im September verringerte. Die schrumpfende Divergenz in der Geldpolitik zwischen Fed und EZB hat in den letzten Wochen dazu beigetragen, die Gewinne des Euro zu untermauern.wsj Analysten erwarten, dass der Euro bis zum Ende des Quartals bei etwa 1,16 Dollar notieren wird, sollte die EZB an ihrer restriktiven Haltung festhalten.tradingeconomics