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pv-tech+1woodmac+1euperspectivesDie Entscheidung der Europäischen Union, öffentliche Mittel für Solarwechselrichter aus China und anderen Ländern, die sie als "hochriskant" einstuft, zu sperren, wird laut einer diese Woche veröffentlichten Analyse von Wood Mackenzie etwa 14 % der prognostizierten Solarnachfrage des Blocks bis zum Ende des Jahrzehnts beeinträchtigen. Die Beschränkung, die am 1. Mai in Kraft trat, könnte zwischen 2026 und 2030 mehr als 28 Gigawatt an Nachfrage nach Photovoltaik-Wechselrichtern von chinesischen Anbietern wegverlagern.woodmac+1
Die Politik der Europäischen Kommission untersagt EU-Finanzierungsinstrumenten – einschließlich der Europäischen Investitionsbank und des Europäischen Investitionsfonds –, Projekte im Bereich erneuerbare Energien zu unterstützen, die Wechselrichter aus China, Russland, dem Iran oder Nordkorea verwenden. Die Beschränkung umfasst Solar-, Wind- und Batteriespeichersysteme, wobei etwa 12 % der prognostizierten Energiespeicherinstallationen im gleichen Zeitraum ebenfalls betroffen sind.pv-tech+2
Chinesische Hersteller machten laut Wood Mackenzie im Jahr 2025 mehr als 80 % der Wechselrichterlieferungen nach Europa aus. Das Verbot gilt für Projekte, die sich noch in der Entwicklung befinden, nicht für die mehr als 200 Gigawatt an in China hergestellter Wechselrichterkapazität, die bereits in das europäische Stromnetz integriert sind. Brüssel verwies auf Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit und warnte, dass internetfähige Wechselrichter ausländischen Akteuren eine Hintertür bieten könnten, um Stromsysteme aus der Ferne zu stören oder abzuschalten.woodmac+2
Länder in Mittel- und Osteuropa – wo EU-Mittel eine größere Rolle beim Ausbau sauberer Energien spielen – sind am stärksten betroffen. Rumänien, Bulgarien, Tschechien, die baltischen Staaten und Griechenland gehören zu den am stärksten betroffenen Märkten. Die Beschränkung erstreckt sich auch auf EU-finanzierte Projekte außerhalb des Blocks, einschließlich Nordafrikas, des Nahen Ostens und des westlichen Balkans, wo Anlagen an das europäische Stromnetz angeschlossen sind.woodmac+1
"Dieses Verbot stellt eine bedeutende Veränderung dar, da bis 2030 etwa 4 bis 5 GW Nachfrage pro Jahr von chinesischen Anbietern wegverlagert werden", sagte Juan Monge, leitender Analyst bei Wood Mackenzie. "Aber etwa 80 % der europäischen Nachfrage nach Solar- und Speicherlösungen fließen über private und national finanzierte Kanäle, wo die Dominanz chinesischer Wechselrichter vorerst intakt bleiben wird".renewablesnow+1
Während der Preisaufschlag für europäische Wechselrichter-Alternativen je nach Segment zwischen 2 % und 8 % der gesamten Projektkosten liegt, warnen Analysten, dass Beschaffungskomplikationen und die erzwungene Entbündelung integrierter Batterie-Wechselrichter-Systeme zusätzliche Hürden darstellen, insbesondere in preissensiblen Märkten. Die Kommission drängt die EU-Mitgliedstaaten zudem dazu, dieselben Beschränkungen für national finanzierte Projekte zu übernehmen, ein Schritt, der das Ausmaß der Störung erheblich vergrößern würde.woodmac
Ein breiterer legislativer Vorstoß ist im Gange: Eine im Januar 2026 eingebrachte vorgeschlagene Überarbeitung des EU-Cybersicherheitsgesetzes könnte das Verbot auf alle Solarwechselrichter und Stromumwandlungssysteme für Speicher ausweiten, unabhängig von der Finanzierungsquelle. Dieser Vorschlag befindet sich derzeit in der ersten Lesung im Europäischen Parlament.euperspectives+1