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wsjmarineinsight+1cbsnewsUS-Militärangehörige haben am frühen Dienstag das Feuer auf ein unter der Flagge Panamas fahrendes Schiff eröffnet, das versuchte, die amerikanische Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen. Dies erklärte ein US-Vertreter und sprach von einer deutlichen Eskalation im fünfmonatigen Konflikt um die Straße von Hormus.wsj
Ein Militärhubschrauber nahm das Ruder des Schiffes ins Visier, nachdem die Besatzung Warnungen der US-Streitkräfte ignoriert hatte, die die Seeblockade durchsetzen, wie der Beamte dem Wall Street Journal News Corp sagte. Der Vorfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als sich die diplomatischen Aussichten auf eine Wiederöffnung der Meerenge weiter verdüsterten. Washington und Teheran stellten gegenseitige Entschädigungsforderungen, die Analysten eher als Ausdruck gegenseitiger Frustration denn als ernsthafte Verhandlungspositionen einstuften.wsj
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte am 9. August mit, dass es mehr als 20 Kriegsschiffe im Nahen Osten stationiert hat. Im Zuge der Durchsetzung einer nach eigenen Angaben „strengen“ Blockade der iranischen Schifffahrt wurden 55 Handelsschiffe umgeleitet, zwei fahrunfähig gemacht und zwei weitere geentert. Der Beschuss am Dienstag stellt die bisher schärfste Maßnahme gegen ein Schiff seit der Wiedereinführung der Blockade im Juli dar.marineinsight
Schiffsverfolgungsdaten des maritimen Analysedienstes Kpler zeigen, dass der Verkehr durch die Meerenge eingebrochen ist. Die bestätigten Passagen gingen sowohl am Sonntag als auch am Montag auf nur noch sechs Schiffe zurück, verglichen mit einem Vorkriegsdurchschnitt von 130 bis 140 Durchfahrten pro Tag. Präsident Trump betonte am Montag, die Wasserstraße sei „jetzt offen“ und unter vollständiger US-Kontrolle. Er bezeichnete die Blockade als „eine stählerne Mauer“ und „unfehlbar“.cbsnews+1
Der Beschuss ereignete sich vor dem Hintergrund verhärteter Fronten auf beiden Seiten. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte am Montag, die Blockade der Meerenge könne „nicht durch Diplomatie aufgehoben werden“, solange die US-Blockade fortbestehe. Er fügte hinzu, dass „militärische Macht zusammen mit Diplomatie“ erforderlich sei, um der amerikanischen Aggression zu begegnen.cbsnews
Teheran hat sechs Bedingungen für eine Wiederöffnung genannt: ein Ende der Blockade, den Abzug der US-Streitkräfte, die Aufhebung von Sanktionen, die Freigabe von Vermögenswerten, ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten und Kriegsreparationen. Trump reagierte am Montag mit einer eigenen Entschädigungsforderung und verwies auf jahrzehntelange mutmaßliche iranische Gewalt, darunter den Anschlag auf die USS Cole im Jahr 2000. Er wies seine Unterhändler an, diese Forderung in alle künftigen Gespräche einzubringen.thehill+1
Rosemary Kelanic, Direktorin des Nahost-Programms bei Defense Priorities, erklärte gegenüber The Hill, Trumps Reaktion sei eher „ein Ausdruck von Frustration“ als eine echte Verhandlungsposition. Sie warnte: „Es ist gut möglich, dass dabei überhaupt keine Einigung herauskommt.“thehill
Die Pattsituation fordert auf beiden Seiten ihren Tribut. Das US-Energieministerium berichtete am Montag, dass die strategischen Ölreserven auf den niedrigsten Stand seit 1983 gefallen sind, wie KUNP meldete. Trump verlängerte am Montag eine Ausnahme vom Jones Act um 90 Tage, um den inländischen Kraftstofftransport zu erleichtern. Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte, dieser Schritt werde „sicherstellen, dass unser Militär und wichtige Industriezweige ununterbrochenen Zugang zu kritischen Ressourcen behalten“.kunptv+1
Vizepräsident Vance räumte am Samstag ein, dass die Lage ungelöst bleibt. „Wir befinden uns mitten im Spiel“, sagte er gegenüber Fox News und fügte hinzu, dass der Iran Zusicherungen geben müsse, dass er passierende Schiffe nicht beschießen werde.thehill
Der Iran erklärte unterdessen, er stehe kurz vor dem Abschluss eines Abkommens mit dem Oman über neue Schifffahrtswege – stellte jedoch klar, dass diese Vereinbarung allein die Wasserstraße nicht wieder öffnen würde.unitednews