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greekreporter+1.greekreporter+2.greekreporter+1.greekreporter+1.greekreporter+2.Tiefseetaucher haben erfolgreich die ersten Artefakte von der HMHS Britannic, dem Schwesterschiff der Titanic, aus den Tiefen der Ägäis vor der griechischen Insel Kea geborgen. Das griechische Kulturministerium gab am Montag bekannt, dass dies das erste Mal ist, dass Objekte aus dem Wrack geborgen wurden, das seit mehr als einem Jahrhundert in einer Tiefe von über 120 Metern liegt.greekreporter+1
Die Operation, die zwischen dem 6. und 13. Mai 2025 durchgeführt wurde, wurde von dem britischen Historiker Simon Mills, dem Gründer der Britannic Foundation, geleitet und von der griechischen Ephorie für Unterwasserantiquitäten beaufsichtigt. Ein 11-köpfiges Team von Berufstauchern, das mit geschlossenen Tauchsystemen ausgestattet war, arbeitete unter schwierigen Bedingungen wie starken Strömungen, tiefem Wasser und geringer Sicht, um die Artefakte zu bergen.dawn+1
Die geborgenen Objekte stellen eine bemerkenswerte Auswahl an Gegenständen dar, die einen greifbaren Einblick in das Leben an Bord eines der größten Ozeandampfer des frühen 20. Jahrhunderts bieten. Zu den Artefakten gehören die Glocke des Beobachtungsdecks, eine Signallaterne an Backbord, Teile der tragbaren Ausrüstung der ersten und zweiten Klasse, dekorative Keramikfliesen aus dem türkischen Bad und ein Fernglas. Die Taucher bargen auch Porzellangegenstände, darunter ein Waschbecken, das in einem speziellen Abteil eingebaut war, sowie eine versilberte Servierschale aus der Ausstattung der ersten Klasse des Schiffes.greekreporter+3
Nach Angaben des griechischen Kulturministeriums konnten bestimmte Objekte, die ursprünglich für die Bergung ausgewählt worden waren, aufgrund ihres zerbrechlichen Zustands oder ihrer Lage im Wrack nicht geborgen werden. Die erfolgreichen Artefakte wurden vorsichtig mit Hebesäcken angehoben und sofort von Meeresorganismen gereinigt, bevor sie zur Konservierung in spezialisierte Labore in Athen transportiert wurden.dawn+1
Die HMHS Britannic war einer von drei transatlantischen Passagierdampfern, die neben der berüchtigten RMS Titanic auf der Werft Harland and Wolff in Belfast gebaut wurden. Die Britannic wurde während des Ersten Weltkriegs von der britischen Admiralität requiriert und in ein Hospitalschiff umgewandelt. Im November 1916 lief sie auf dem Weg nach Lemnos auf eine deutsche Mine. Das Schiff sank in weniger als einer Stunde, und von den 1.065 Menschen an Bord kamen 30 ums Leben, als die Schiffsschrauben zwei Rettungsboote erfassten.dawn+1
Das Wrack blieb verschollen, bis es 1975 von dem legendären Entdecker Jacques-Yves Cousteau nach einer einmonatigen Suche entdeckt wurde. Simon Mills, der das Wrack 1996 kaufte, hat mehr Zeit mit dessen Erforschung verbracht als jeder andere und koordinierte diese bahnbrechende Bergungsmission.indepthmag+2
Die geborgenen Artefakte werden in Athen weiter konserviert, bevor sie Teil der Dauerausstellung im neuen griechischen Nationalmuseum für Unterwasserantiquitäten werden, das derzeit in Piräus gebaut wird. Das Museum, das mit 93 Millionen Euro aus dem Aufbau- und Resilienzfonds der Europäischen Union unterstützt wird, soll 2026 eröffnet werden und wird auf 26.380 Quadratmetern mehr als 2.500 Exponate zeigen. Die Britannic-Artefakte werden in der Abteilung für den Ersten Weltkrieg ausgestellt, wo das Wrack als zentrales Exponat das reiche maritime Erbe Griechenlands präsentiert.greekreporter+4
Kulturministerin Lina Mendoni beschrieb das Museum als eine "Vision von Jahrzehnten", die die dauerhafte Beziehung der griechischen Zivilisation zum Meer hervorheben wird. Das Projekt stellt die bedeutendste kulturelle Investition Griechenlands seit Jahren dar und zielt darauf ab, Piräus als erstklassiges internationales kulturelles Reiseziel zu positionieren.greekcitytimes+1