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afp.ksltv.ksltv+1.Zwei Renoir-Gemälde, die letzten Monat aus dem Renoir-Museum in Cagnes-sur-Mer gestohlen wurden, tauchten hinter einer massiven Betonwand in einem Haus in der südlichen Stadt Clermont-l'Hérault wieder auf. Der Staatsanwalt von Marseille, Nicolas Bessone, sagte am Montag, dass beide Werke beschädigt seien und restauriert werden müssten. Die Polizei nahm am Mittwoch, dem 7. Oktober, sechs Personen fest, darunter eine Frau, und stellte die Gemälde am nächsten Tag sicher, so Bessone gegenüber Reportern.afp+2
Bessone erklärte, die Ermittler hätten die Gemälde mithilfe von DNA-Beweisen und Fahrzeugortungsdaten gefunden. Die Polizei habe die Festnahmen vorgezogen, da sie den "sehr starken Verdacht hatte, dass ein weiterer Raub unmittelbar bevorstand".ksltv+1
Bei den Werken handelt es sich um "Portrait of Madame Colonna Romano" und "Young Woman at the Well". Bessone sagte, sie seien "in relativ gutem Zustand", aber die Leinwand des Porträts habe einen Riss "am Kleid" und der Rahmen des anderen Gemäldes sei leicht beschädigt. Er schätzte den Wert der beiden auf etwa 4,2 Millionen Euro, beziehungsweise 4,7 Millionen Dollar. Das französische Kulturministerium teilte mit, dass Spezialisten in Marseille die Gemälde unter der wissenschaftlichen Aufsicht des Musée d'Orsay, dem sie gehören, untersuchen werden. Ein Datum für die Rückkehr ins Museum wurde noch nicht festgelegt.elledecor+3
"Sie waren absolut unauffindbar", sagte Bessone über das Versteck. Die Polizei fand die Gemälde erst bei einer zweiten Durchsuchung, nachdem der Mann, der sie entgegengenommen hatte, gestanden hatte.cbsnews+1
Am 8. September schnitten Diebe mit einer elektrischen Säge durch einen Zaun und kletterten durch ein Fenster hinein. Sie nahmen vier Gemälde mit, doch die Polizei traf vier Minuten nach Alarmauslösung ein, woraufhin die Diebe zwei der Werke, "Madame Pichon" und "Coco Reading", auf der Flucht fallen ließen. DNA auf der Schutzhülle, die bei den zurückgelassenen Gemälden gefunden wurde, stimmte mit einem 29-jährigen Mann überein. Er stand bereits wegen Drogenhandels unter Beobachtung, und die Polizei verfolgte in diesem Fall sein Auto. Die Ortungsdaten zeigten, dass er und ein 41-jähriger Mann kurz nach dem Diebstahl zum Haus eines dritten Mannes fuhren, so Bessone.reuters+1
Am 3. Oktober besuchte der 29-Jährige die Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence. Danach traf er sich mit einem Mann, der der Polizei aus Kunstraub- und Fälschungsfällen in den Jahren 2001 und 2003 bekannt war. Die Verdächtigen bestreiten, einen zweiten Raub geplant zu haben. Bessone sagte, er glaube "nicht, dass der Hauptverdächtige das Museum nur aus Liebe zur Kunst besucht hat".ksltv+2
Vier Männer im Alter von 29 bis 51 Jahren wurden vorläufig angeklagt. Die beiden Verdächtigen, die den Einbruch ausgeführt haben sollen, wurden wegen organisierten Diebstahls und krimineller Vereinigung angeklagt und befinden sich in Haft. Beide bestreiten die Vorwürfe. Der Mann, der die Gemälde versteckte, und der Mann, der als Käufer angesprochen wurde, wurden wegen Hehlerei angeklagt und unter richterlicher Aufsicht freigelassen. Die Staatsanwaltschaft ließ zwei weitere Personen ohne Anklage frei. Eric Antonetti, Leiter der Kriminalpolizei des Departements Alpes-Maritimes, sagte, die Verdächtigen hätten offenbar keinen Käufer oder Auftraggeber gehabt.afp+2
Der Fall folgt auf andere Diebstähle aus französischen Museen, darunter der Diebstahl von Kronjuwelen aus dem Louvre im letzten Jahr, die bisher nicht wieder aufgetaucht sind. Christian Sainte, Chef der französischen nationalen Kriminalpolizei, sagte, organisierte Banden nähmen "wiederholt" das kulturelle Erbe Frankreichs ins Visier. Er gab an, dass französische Museen im Jahr 2025 insgesamt 23 Diebstähle verzeichneten und in diesem Jahr bisher etwa 10.ksltv+1