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bbc+1reuters+1bloomberg+1Europas STOXX 600 schloss am Freitag auf einem Rekordhoch von 652,35 Punkten und krönte damit seine vierte Gewinnwoche in Folge sowie seine stärkste Quartalsperformance seit Ende 2020, da eine breitere Rallye jenseits von Technologieaktien und eine Welle von Unternehmensübernahmen die Anleger beflügelten.
Der paneuropäische Benchmark-Index stieg am Freitag um 0,7 % und verzeichnete damit laut Reuters den stärksten wöchentlichen Anstieg seit Mitte Mai. Im zweiten Quartal legte der Index um rund 10 % zu, was die beste Quartalsperformance seit mehr als fünf Jahren darstellt, angetrieben durch die Begeisterung für künstliche Intelligenz und nachlassende geopolitische Spannungen nach einem vorläufigen US-Iran-Abkommen im Juni.money.usnews+3
Technologieaktien verzeichneten ihren größten Quartalsgewinn seit 2001, wobei ASML am Freitag den größten Einzelbeitrag zum Anstieg des Index leistete. Finanz- und Industriewerte führten ebenfalls die Gewinne für das Quartal an, während Energieaktien von ihren vorherigen Höchstständen zurückfielen, so Morningstar. Deutschlands DAX erreichte ebenfalls ein Allzeithoch und schloss mit einem Plus von 0,8 %.money.usnews+3
Die Rallye erhielt am Wochenende neuen Schwung, als easyJet und die US-Investmentfirma Castlelake eine grundsätzliche Einigung über eine Übernahme im Wert von 5,5 Milliarden £ auf vollständig verwässerter Basis bzw. 6,90 £ pro Aktie bekannt gaben. Der am Sonntag angekündigte Deal würde ein neues Kapitel für die 31 Jahre alte Billigfluggesellschaft aufschlagen, nachdem sie zuvor drei niedrigere Angebote von Castlelake abgelehnt hatte. Eine Frist für ein verbindliches Angebot wurde auf den 3. August festgelegt.ch-aviation+2
Die Anleger wurden durch einen schwachen US-Arbeitsmarktbericht ermutigt, der die Erwartungen verstärkte, dass die Federal Reserve von Zinserhöhungen absehen wird, während die Inflation in der Eurozone im Juni langsamer als erwartet stieg. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, sagte, die Risiken für Inflation und Wachstum seien nun "ausgewogener", und Händler preisten für den Rest des Jahres Zinssenkungen der EZB von rund 23 Basispunkten ein. Verteidigungsaktien gehörten neben zyklischen Werten wie Banken und Finanzdienstleistern zu den Wochengewinnern, da sich die zuvor auf Technologie konzentrierten Gewinne ausweiteten.wmbdradio+2
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die Unternehmensergebnisse des zweiten Quartals, die zeigen werden, ob die Dynamik der Rallye aufrechterhalten werden kann.global.morningstar