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cryptopolitan+1eetimes+1cryptopolitan+1Google Alphabet Inc. hat bestätigt, dass es DDR4-Speichermodule aus ausgemusterten Servern ausbaut und in seinen neuesten KI-Systemen wiederverwendet. Diese Notlösung verdeutlicht, wie stark der weltweite Mangel an Speicherchips die Ambitionen der Tech-Branche bremst.
Nikhil Cherian, Senior Director of Supply Chain Infrastructure bei Google, erklärte, das Unternehmen zerlege stillgelegte Server, um DDR4-Komponenten zurückzugewinnen. Zudem habe man spezielle Hardware-Adapter entwickelt, mit denen der ältere Speicher an KI-Server der nächsten Generation angeschlossen werden kann. Trotz dieser Recycling-Bemühungen räumte Cherian ein, dass Google weiterhin Schwierigkeiten hat, genügend Chips zu beschaffen. Er forderte die Speicherhersteller auf, ihre Kapazitäten auszubauen, da dies die einzige dauerhafte Lösung sei.cryptopolitan+2
Google steht damit nicht allein da. Meta gab Anfang des Jahres bekannt, dass es DDR4-Module in Millionen von Servern mithilfe von Compute Express Link wiederverwendet. Dieser Standard ermöglicht es, älteren und neueren Speicher im selben System zu bündeln. Meta verzeichnete dadurch bei bestimmten Inferenz-Workloads eine Reduzierung der Serveranzahl um 25 Prozent und eine Senkung der durchschnittlichen Latenzzeit bei verteilten Cache-Systemen um rund 29 Prozent.eetimes+1
Dieser Ansatz basiert auf CXL-Controllern von Unternehmen wie Marvell , deren Produktlinie Structera X sowohl DDR4 als auch DDR5 unterstützt. Khurram Malik von Marvell erklärte gegenüber der Fachzeitschrift EE Times, dass Hyperscaler die Nutzungsdauer von DDR4-Modulen verlängern, die andernfalls beim Umstieg auf reine DDR5-Plattformen verschrottet würden. Meta ging sogar noch einen Schritt weiter und entwickelte einen eigenen Vistara-ASIC, um Latenz- und Bandbreiteneinbußen zu vermeiden, die bei Standard-CXL-Hardware auftreten.cryptopolitan+1
Die Recycling-Offensive spiegelt eine Marktlage wider, in der Speicherpreise zu einem der größten Kostenfaktoren geworden sind. Counterpoint Research berichtete für das erste Quartal 2026 von einem Preisanstieg bei herkömmlichem DRAM von 80 bis 90 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, und Marvell schätzte die Sprünge in einem einzigen Quartal auf bis zu 95 Prozent. TrendForce prognostiziert für das dritte Quartal einen weiteren Anstieg der Vertragspreise für herkömmliches DRAM um 13 bis 18 Prozent.news.futunn+1
Es wird erwartet, dass Hyperscaler im Jahr 2026 rund 30 Prozent ihres Budgets für Arbeitsspeicher ausgeben werden, verglichen mit nur etwa 8 Prozent in den Jahren 2023 und 2024. Jeffrey Clarke, Chief Operating Officer von Dell , brachte den Engpass in einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen auf den Punkt: "DRAM, DRAM, DRAM, gefolgt von NAND, NAND, NAND".cryptopolitan+1
Neue Kapazitäten lassen noch Jahre auf sich warten. SK Hynix hat rund 38 Milliarden US-Dollar für zwei neue Fabriken zugesagt, doch die Y2-DRAM-Anlage wird voraussichtlich erst Mitte 2029 die Reinraumphase erreichen. Das Unternehmen erklärte Ende August, dass es mit einem Anhalten des Speichermangels bis 2030 rechnet. Unterdessen erwägen zwei Gewerkschaften, die rund 10.000 Beschäftigte von Micron in Taiwan vertreten, eine Urabstimmung über einen Streik wegen eines Streits um Bonuszahlungen. Dies könnte zu Störungen bei einem der drei Unternehmen führen, die zusammen rund 94 Prozent des DRAM-Marktes kontrollieren.finance.yahoo+2