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Time Out+1.Time Out+1.Time Out+1.Unframed+1.Urbanize LA+1.Das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) hat seine neuen David Geffen Galleries für ein spezielles Vorschau-Wochenende mit Auftritten des Saxophonisten Kamasi Washington und über 100 Musikern geöffnet und der Öffentlichkeit einen ersten Einblick in das umstrittene, von Peter Zumthor entworfene 750-Millionen-Dollar-Gebäude vor der geplanten großen Eröffnung im April 2026 gewährt.
Peter Zumthors Entwurf für das neue LACMA-Gebäude stellt eine dramatische Abkehr von der traditionellen Museumsarchitektur dar und umfasst sieben Beton- und Glaspavillons, die durch eine transparente Hauptebene verbunden sind, die über dem Wilshire Boulevard schwebt. Die Vision des Schweizer Architekten entwickelte sich während des Entwurfsprozesses erheblich weiter – ursprünglich als schwarze, organisch geformte Struktur konzipiert, die von den nahegelegenen La Brea-Teergruben inspiriert war, verwandelte sie sich später in eine kantigere Form mit hellen, erdigen Mineraltönen, von denen Zumthor hoffte, dass sie "wie eine Art Inka-Tempel, der schon immer im Sand stand", wirken würden.ArchDaily+3
Die architektonische Philosophie hinter den David Geffen Galleries betont die Freiheit und Erkundung der Besucher, wobei Zumthor und LACMA-Direktor Michael Govan einen Raum anstrebten, in dem Besucher "durch ein Museum wandern können, wie man durch einen Park wandert, und sich ihren eigenen Weg bahnen können". Das Design schafft 2,5 Hektar offene Grünfläche und integriert nachhaltige Merkmale wie natürliche Beleuchtung und Solarpaneele. Trotz anfänglicher Gegenreaktionen und konkurrierender Vorschläge anderer Firmen setzte sich Zumthors Vision durch. Der Bau ist nun weit fortgeschritten und soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein, wodurch eine Architektur entsteht, die er als "elementar" beschreibt und die sich "weniger glatt und substanzieller" anfühlt.ERNSDORF DESIGN CONCRETE FURNITURE AND ART+3
Der für einen Grammy nominierte Komponist und Jazz-Saxophonist Kamasi Washington verwandelte die leeren David Geffen Galleries mit seiner Aufführung von "Harmony of Difference", einer sechsteiligen Suite, die ursprünglich 2017 veröffentlicht wurde, in ein immersives Klangerlebnis. Für dieses wegweisende Ereignis positionierte Washington strategisch über 100 Musiker auf den 110.000 Quadratfuß der Galerieräume und verwandelte das Gebäude selbst in ein akustisches Instrument. Während sich die Besucher durch die Betonstruktur bewegten, erlebten sie verschiedene musikalische Elemente – Holzbläser, die durch raumhohe Fenster auf Park La Brea blickten, Chöre, die Harmonien schufen, die über die Spannweite des Wilshire Boulevards schwebten, und Washington selbst, der in der Mitte solierte.LACMA+4
Die Performance ergänzte den architektonischen Raum perfekt, wobei Washington anmerkte: "Die Geffen Galleries haben eine wirklich einzigartige akustische Umgebung, die perfekt für 'Harmony of Difference' ist." LACMA-Direktor Michael Govan beschrieb das Ereignis als "ein unvergessliches Erlebnis", das es den Besuchern ermöglichte, das Gebäude durch Klangwellen zu erkunden, bevor Kunstwerke installiert wurden. Washingtons musikalische Feier der Vielfalt durch verschiedene Noten, Akkorde und Rhythmen diente als passende Metapher sowohl für die kulturelle Landschaft von Los Angeles als auch für die Mission des LACMA, vielfältige künstlerische Traditionen zusammenzubringen.LACMA+1
Das Projekt David Geffen Galleries hat seit seiner Gründung eine erhebliche Budgetentwicklung durchlaufen. Ursprünglich mit 650 Millionen Dollar veranschlagt, stiegen die geschätzten Kosten bis zum Baubeginn auf 750 Millionen Dollar. Von dieser Gesamtsumme entfallen etwa 715-720 Millionen Dollar auf die Baukosten selbst, wobei zusätzliche Mittel für Eventualitäten im Zusammenhang mit Teer- und Fossilienauswirkungen bereitgestellt wurden, die während des Baus auftraten. Das Museum erreichte sein Spendenziel im August 2023 durch eine beispiellose öffentlich-private Partnerschaft, wobei 80 % (625 Millionen Dollar) aus privaten Spenden und die restlichen 20 % (125 Millionen Dollar) vom Los Angeles County beigesteuert wurden.LACMA+4
Trotz der offiziellen Zahlen deuten einige Quellen darauf hin, dass die tatsächlichen Kosten höher sein könnten; interne E-Mails zwischen Beamten des Los Angeles County warnten, dass sie 900 Millionen Dollar erreichen könnten, während andere die Gesamtkosten des Projekts auf eher 835 Millionen Dollar schätzen. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 1.400 Dollar pro Quadratfuß – was angeblich am unteren Ende der Spanne für neue Museumsbauten in großen Ballungsgebieten liegt (1.250-1.800 Dollar). Zu den Hauptspendern gehören David Geffen (150 Millionen Dollar), Elaine P. Wynn, die W.M. Keck Foundation (beide über 50 Millionen Dollar) sowie der Filmemacher George Lucas mit seiner Frau Mellody Hobson (über 10 Millionen Dollar).Unframed+3