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straitstimeshdfcsky+1finance.yahooAnalysten der Citigroup empfehlen Händlern, sommerliche Rallyes bei den Ölpreisen zum Verkauf zu nutzen. Sie prognostizieren, dass der Preis für Brent-Rohöl bis Jahresende auf 60 bis 65 Dollar pro Barrel fallen wird, da sich die geopolitische Risikoprämie, die sich während der Krise in der Straße von Hormus aufgebaut hatte, weiter abbaut.
"Wir empfehlen weiterhin, sommerliche Rallyes zum Verkauf zu nutzen, und prognostizieren, dass Brent bis zum Jahreswechsel 60 bis 65 US-Dollar pro Barrel erreichen wird", schrieben Citi-Analysten in einer diese Woche veröffentlichten Notiz, wie The Straits Times berichtet.straitstimes
Diese Prognose bildet den Abschluss eines volatilen Halbjahres für die Ölmärkte. Nachdem US-amerikanische und israelische Militärschläge gegen den Iran ab Ende Februar den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – einen Engpass, über den etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung abgewickelt wird – unterbrochen hatten, stieg Brent im März auf über 100 Dollar und erreichte einen Höchststand von fast 120 Dollar. Im April warnte Citi selbst, dass die Preise 150 Dollar erreichen könnten, falls die Blockade bis Juni anhalten sollte.aljazeera+2
Der Wendepunkt kam Mitte Juni, als die USA und der Iran ein Memorandum of Understanding unterzeichneten, das darauf abzielte, den Golfkonflikt beizulegen und die Straße wieder zu öffnen. Am Tag der Ankündigung fiel der Brent-Preis um mehr als 4 %. Bis Ende Mai war der Referenzwert angesichts des Optimismus hinsichtlich eines Waffenstillstands bereits um fast 19 % gegenüber seinen Höchstständen von 2026 gefallen.cnbc+1
Am 15. Juni senkte Citi seine durchschnittlichen Brent-Prognosen für das dritte und vierte Quartal 2026 auf 75 bzw. 70 Dollar pro Barrel, unter Verweis auf die Erwartung, dass sich die Handelsströme in Hormus bis Mitte bis Ende Juli normalisieren würden. Die jüngste Notiz senkt das Jahresendziel weiter auf 60 bis 65 Dollar.reuters+2
Am Freitag notierte Brent knapp über 72 Dollar, wobei die Gewinne durch steigende Exporte der großen Golfproduzenten begrenzt wurden. Die Preise sind laut Trading Economics allein im letzten Monat um etwa 24 % gefallen, wodurch ein Großteil der kriegsbedingten Prämie abgebaut wurde.hdfcsky+1
Citi ist mit seiner pessimistischen Haltung nicht allein. J.P. Morgan JPMorgan Chase & Co. prognostiziert für 2026 einen durchschnittlichen Brent-Preis von etwa 60 Dollar pro Barrel, während Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. erwartet, dass der Referenzwert bis Ende des Jahres auf Werte im niedrigen 50-Dollar-Bereich sinkt.jpmorgan+1
Der Ölmarkt scheint nun zwischen zwei Kräften gefangen zu sein: einerseits nachlassende geopolitische Risiken und ein verbessertes Angebot, andererseits anhaltende Unsicherheit über die Dauerhaftigkeit des Friedensprozesses zwischen den USA und dem Iran. Sofern sich die Verhandlungen nicht verschlechtern oder neue Störungen auftreten, gehen Analysten im Allgemeinen davon aus, dass die Preise kurzfristig in einer Spanne bleiben, bevor sie in der zweiten Jahreshälfte weiter sinken.hdfcsky