Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

ubitennisaa+1ubitennisDie Women's Tennis Association wird Ende dieses Monats bei den Cincinnati Open ihre ersten obligatorischen genetischen Geschlechtstests durchführen. Dies markiert die praktische Umsetzung einer Richtlinie, die bereits während der laufenden Canadian Open in Toronto für Reaktionen unter den Top-Spielerinnen gesorgt hat.
Die aktualisierte Zulassungsrichtlinie der WTA für Frauen, die am 21. Juli in Kraft trat, verlangt von jeder Spielerin auf der Tour einen einmaligen Test auf das SRY-Gen, das gewöhnlich auf dem Y-Chromosom liegt und die männliche Geschlechtsentwicklung einleitet. Die Untersuchung kann per Speichelprobe, Wangenabstrich oder Bluttest erfolgen.aa+1
Spielerinnen mit einem negativen Testergebnis erhalten ohne weitere Prüfungen die Startberechtigung. Ein positives Ergebnis führt nicht automatisch zum Ausschluss, sperrt die Spielerin jedoch vorübergehend vom Wettkampf, während weitere medizinische Gutachten eingeholt werden. Die Richtlinie erlaubt eine Teilnahme in Fällen mit vollständiger Androgenresistenz oder anderen Varianten der Geschlechtsentwicklung, wenn die Spielerin nachweisen kann, dass sie nie die physiologischen Auswirkungen der männlichen Pubertät erlebt hat.aa
Jessica Pegula erklärte gegenüber Journalisten in Toronto, dass die Spielerinnen vor der Einführung informiert wurden. "Wir mussten ein Video ansehen und ein ganzes Programm durchlaufen, mit Aufklärung darüber, warum wir das machen", sagte sie. "Es wurde uns nicht einfach so übergestülpt."ubitennis
Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka befürwortete die Regelung auf einer Pressekonferenz am 2. August und bezeichnete sie als essenziell für die sportliche Fairness. "Es ist offensichtlich, dass Männer biologisch gesehen viel stärker sind als Frauen", sagte sie. "Ich finde, es wäre nicht wirklich fair, wenn Frauen gegen biologische Männer antreten müssten."tennisuptodate+1
Coco Gauff äußerte sich differenzierter. Sie unterstützte die Richtlinie, nahm jedoch gleichzeitig die Trans-Community gegen Angriffe in Schutz. "Ich unterstütze die Trans-Community definitiv, aber ich unterstütze auch die Notwendigkeit von Fairness im Sport", sagte Gauff. "Menschen, denen das eigentlich egal ist und die das nur als Vorwand nutzen, um die Trans-Community anzugreifen: Davon bin ich kein großer Fan."yardbarker+1
Die Weltranglistenzweite Elena Rybakina äußerte sich zurückhaltender: "Ich würde nicht sagen, dass es unnötig ist, aber ich denke, dass es ohne diese Tests auch ginge. Aber wenn wir es tun müssen, dann tun wir es."ubitennis+1
Derzeit gibt es keine bekannten Trans-Spielerinnen auf der WTA-Tour. Die bisherige Zulassungsregel erlaubte Trans-Frauen die Teilnahme, wenn ihr Testosteronspiegel zwei Jahre lang ununterbrochen unter 2,5 nmol/l lag.ubitennis
Einige Wissenschaftler stellen den Nutzen des Tests infrage. Professor Andrew Sinclair, der das SRY-Gen 1990 entdeckte, äußerte Bedenken hinsichtlich des Einsatzes als Instrument für die Sportzulassung und wies darauf hin, dass der Test keine Informationen über die tatsächlichen Auswirkungen des Gens auf die Leistungsfähigkeit liefert. Taylor Townsend hob die Ironie hervor, Spielerinnen wie sie zu testen, die bereits ein Kind geboren haben: "Ich habe ein Kind empfangen und ein Kind geboren, das ist doch verrückt."ubitennis
Auch World Athletics und World Boxing führen SRY-Tests durch, und für die Olympischen Spiele 2028 ist die Einführung ähnlicher Untersuchungen vorgesehen.ubitennis