Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

apnewsnprsports.yahoo+1Der norwegische Fußballverband forderte am Freitag offiziell den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino und verschärfte damit eine Führungskrise, die den Weltfußball nach seinem gescheiterten Versuch, WM-Anteile an private Investoren zu verkaufen, in zwei Lager gespalten hat. Die Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, Lise Klaveness, sagte, die Entscheidung sei nach einer Vorstandssitzung am Donnerstag gefallen. "Wir haben beschlossen, dass es jetzt kein Vertrauen mehr in Infantino gibt", sagte Klaveness gegenüber dem Guardian. "Wir waren durchgehend besorgt, und jedes Jahr gab es einen weiteren Schritt in eine besorgniserregende Richtung. Das Vertrauen ist für uns jetzt weg, es gibt für Infantino keinen Weg zurück."apnews+1 Dieser Schritt folgt auf die Bestätigung der UEFA am Donnerstag, dass ihre Drohung, alle FIFA-Wettbewerbe zu boykottieren, trotz Infantinos öffentlicher Entschuldigung Anfang der Woche bestehen bleibt. "Die UEFA hat in ihrer Erklärung vom Samstag unmissverständlich klargestellt, dass sie das Vertrauen in die Präsidentschaft von Gianni Infantino verloren hat. Diese Position bleibt bestehen", teilte der europäische Verband mit.sports.yahoo+1 ## Der gescheiterte Privatisierungsplan Die Krise geht auf Infantinos Plan zurück, eine kommerzielle Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise zu gründen, die Übertragungsrechte, Sponsoring und Ticketverkauf für die Weltmeisterschaft und andere Turniere hätte verwalten sollen. Die FIFA wollte einen Anteil von 20 Prozent an FFE, der von JP Morgan JPMorgan Chase & Co. auf 20 Milliarden Dollar geschätzt wurde, an ein Investorenkonsortium unter der Führung von Thrive Capital verkaufen, der Risikokapitalfirma von Joshua Kushner, dem Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Präsident Trump. Der Deal sollte 4,2 Milliarden Dollar einbringen.dazeddigital+1 Der Plan brach zusammen, nachdem FIFAs eigener operativer Geschäftsführer Kevin Lamour ihn in einer Erklärung gegenüber Associated Press öffentlich kritisierte und ihn als "das Projekt einer Person" bezeichnete. Infantino gab den Vorschlag am 1. August auf, weigert sich aber zurückzutreten.ap+1 ## Eine globale Spaltung Während Europa sich gegen Infantino zusammengeschlossen hat, haben sich andere Teile der Fußballwelt hinter ihn gestellt. Der afrikanische Fußballverband bekräftigte am Donnerstag einstimmig seine Unterstützung, und am Freitag brachen sowohl der mexikanische als auch der argentinische Fußballverband mit ihren jeweiligen Regionalverbänden, CONCACAF und CONMEBOL, um den FIFA-Präsidenten zu unterstützen.aa+1 Der mexikanische Verband erklärte, er "unterstützt die Führung von Präsident Infantino bei der weiteren Förderung der Entwicklung des Fußballs durch institutionelle Stärkung", was im direkten Widerspruch zu CONCACAFs Forderung nach einer "umfassenden Abrechnung" mit seiner Präsidentschaft steht.aljazeera+1 ## Wie es weitergeht Infantino soll bei einem FIFA-Kongress im März in Marokko zur Wiederwahl antreten. Er benötigt 106 Stimmen von den 211 Mitgliedsverbänden der FIFA, um zu gewinnen. Selbst wenn er alle 55 UEFA-Stimmen und die 35 der CONCACAF verliert, könnte er sich immer noch durchsetzen, aber das Rennen erscheint jetzt weitaus unsicherer als vor der Weltmeisterschaft.dazeddigital Der norwegische Verband teilte mit, er werde zudem eine neue Ethikbeschwerde gegen Infantino einreichen, die das FFE-Schema, den an Donald Trump verliehenen FIFA-Friedenspreis und die Aussetzung einer Ein-Spiel-Sperre für den US-Stürmer Folarin Balogun während der Weltmeisterschaft umfasst. England, Wales, Schweden und Kroatien haben ebenfalls ihre Unterstützung für Infantinos Wiederwahl zurückgezogen.aljazeera+1 "Wir haben eine Situation erreicht, in der außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich sind, um dauerhafte Veränderungen zu schaffen", sagte Klaveness.apnews