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nampa+1reutersunn+1Der Preis für Brent-Rohöl kletterte am Mittwoch über 94 US-Dollar pro Barrel, den höchsten Stand seit dem 11. Juni. Grund dafür ist eine Häufung von Lieferunterbrechungen im Nahen Osten und im Schwarzmeerraum, die die Energiemärkte kräftig nach oben trieb. Die Rally folgte auf die elfte Nacht in Folge, in der das US-Militär bis Dienstag Angriffe gegen den Iran flog, während die jemenitischen Huthi-Rebellen Anfang der Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängten und damit ein weiteres wichtiges Nadelöhr der Schifffahrt bedrohen.nampa+1
Das US-Zentralkommando teilte mit, die jüngste Angriffswelle am 21. Juli um 20:15 Uhr Ortszeit (ET) abgeschlossen zu haben. Ziel seien „iranische Militäroperationszentren, maritime Kapazitäten, Flugzeughangars, Drohnenlager und militärische Logistikinfrastruktur gewesen, um die Fähigkeit des Iran, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen“. US-Präsident Trump warnte zudem, dass die USA „sehr bald“ die iranische Atomanlage am Berg Pickaxe angreifen würden.centcom+2
Die Straße von Hormus, durch die einst rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots transportiert wurden, ist weiterhin stark beeinträchtigt. Die Sorgen vor Versorgungsengpässen wurden am Montag weiter verschärft, als die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen ein Seeembargo gegen Saudi-Arabien verhängten. Sie drohten, die Meerenge Bab al-Mandab, das südliche Tor zum Roten Meer, für saudische Schiffe zu sperren. Reuters Thomson Reuters Corporation berichtete, dass eine vollständige Schließung von Bab al-Mandab die saudischen Ölexporte nach Asien stoppen und das weltweite Ölangebot um 7 Prozent verringern könnte.wsj+4
Gleichzeitig wurde die Ölverladung am Terminal des Caspian Pipeline Consortium (CPC) nahe Noworossijsk an der russischen Schwarzmeerküste am Montag ausgesetzt, nachdem ein ukrainischer Drohnenangriff den Tanker Nelsa getroffen hatte. Kasachstan, das für seine Hauptexportroute auf dieses Terminal angewiesen ist, musste den Öltransport über die CPC-Pipeline stoppen, da Reedereien sich weigern, Schiffe zu der Anlage zu schicken. Brancheninsider erklärten gegenüber Bloomberg, dass kasachische Ölproduzenten gezwungen sein könnten, ihre Förderung zu drosseln, sollte der Stopp bis Ende der Woche andauern.unn+2
Die doppelten Lieferausfälle haben an den globalen Märkten die Angst vor einer Stagflation neu entfacht. Strategen der Deutschen Bank warnten vor dem Risiko, dass hohe Ölpreise das Wirtschaftswachstum belasten und gleichzeitig die Inflation anheizen könnten. Analysten von ING hatten zuvor gewarnt, dass eine anhaltende Schließung der Straße von Hormus die Zentralbanken vor ein unlösbares Dilemma stellen würde, da der Ölpreis in Richtung 100 Dollar steigen und sich die Inflation wieder beschleunigen würde.fxstreet+1
Die Märkte preisen zunehmend eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed bei der FOMC-Sitzung am 28. und 29. Juli ein. Mitte Juli zeigte das CME FedWatch-Tool eine Wahrscheinlichkeit von 46,5 Prozent für eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt, verglichen mit 34 Prozent in der Vorwoche. NPR berichtete, dass die Wahrscheinlichkeit nach dem Scheitern des Waffenstillstands am 8. Juli auf über ein Drittel gestiegen war.npr+1
Parallel zur Entwicklung bei Brent legten die WTI-Futures für September am Mittwochmorgen um 3,39 Prozent auf 87,20 US-Dollar pro Barrel zu.nampa