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reutersunn+1globalbankingandfinanceUS-Finanzminister Scott Bessent hat dem russischen Finanzminister Anton Siluanow am Montag mitgeteilt, dass vor einem Ende des Moskauer Krieges in der Ukraine keine wirtschaftlichen Erleichterungen für Russland oder Vereinbarungen zu anderen Fragen möglich seien. Dies verlautete aus einer mit dem bilateralen Treffen vertrauten Quelle.reuters+1
Die beiden trafen sich am Rande eines G20-Finanzministertreffens in Asheville, North Carolina. Es war einer der direktesten hochrangigen Ausstausche zwischen Washington und Moskau seit der russischen Invasion der Ukraine in vollem Umfang. Ein Vertreter des US-Finanzministeriums bestätigte, dass eines der Hauptthemen Donald Trumps Plan zur Beilegung des Krieges war, wenngleich keine der beiden Seiten konkrete Details oder erzielte Vereinbarungen bekannt gab.unn+1
Das russische Finanzministerium veröffentlichte eine eigene Version des Treffens, in der die Ukraine oder Gespräche über ein Ende des Krieges nicht erwähnt wurden. Stattdessen konzentrierte sich die russische Darstellung auf die finanzielle und wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie die Interaktion im G20-Rahmen. Siluanow sprach sich öffentlich für eine Wiederherstellung der Rolle der G20 als finanzieller Koordinierungsmechanismus aus und bezeichnete "geopolitische Fragmentierung" sowie die steigende weltweite Verschuldung als die wesentlichen Herausforderungen für die Weltwirtschaft.globalbankingandfinance+1
Die Abweichung zwischen den beiden Darstellungen war auffällig. Während US-Medien wie CNBC und Fox Business unter Berufung auf Regierungsvertreter berichteten, dass Trumps Friedensplan ein zentrales Thema gewesen sei, beschränkte sich die russische Seite auf Verweise auf Finanz- und Wirtschaftsfragen.unn
Siluanows Auftritt bei der G20, seine erste persönliche Teilnahme seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, stieß bei europäischen Vertretern auf scharfe Kritik. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil erklärte, solange der Krieg andauere, könne es keine Normalisierung der Beziehungen zu Moskau geben und Europa bereite ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland vor.reuters+1
"Ich hätte mir von amerikanischer Seite mehr Klarheit gewünscht, dass er hier nicht als normaler Gast empfangen werden sollte", sagte Klingbeil vor Journalisten in Asheville.globalbankingandfinance
Europäische Minister und Zentralbankchefs weigerten sich, an der Seite Siluanows auf dem traditionellen Gruppenfoto zu erscheinen, sodass das Foto letztlich ohne den russischen Minister aufgenommen wurde. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde und ihr britischer Amtskollege John Healey schlossen sich Klingbeil bei Beratungen über die Beteiligung Russlands an. Sie waren sich einig, dass Dialog zwar nützlich sei, um eine deutliche Botschaft zu übermitteln, die Rückkehr einer russischen Vertretung jedoch die Gefahr berge, Moskvas Status zu normalisieren.globalbankingandfinance
Die Vereinigten Staaten zogen als Gastgeber auch mit ihren Entscheidungen bezüglich der Gästeliste Aufmerksamkeit auf sich. Südafrika, der G20-Gastgeber des vergangenen Jahres, wurde nicht eingeladen, ebenso wenig wie Spanien, dem die Trump-Administration mit einer Einstellung des Handels gedroht hat.globalbankingandfinance