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reuterstrendforce+1marketbeat+1ASML , der weltweit größte Hersteller von Anlagen für die Chipfertigung, bestätigte am Montag, dass alle anspruchsberechtigten Mitarbeiter einen einmaligen Aktienbonus in Höhe von 20.000 Euro erhalten. Die Auszahlung ist an den Verbleib im Unternehmen bis Anfang 2030 geknüpft und stellt eine der bisher größten Maßnahmen der Halbleiterbranche zur Mitarbeiterbindung dar.
Die bedingte Aktienzuteilung, über die zuerst die niederländische Zeitung Eindhovens Dagblad berichtete, beginnt am 1. Januar 2027. Die Aktien werden zu Beginn des Jahres 2030 an Mitarbeiter ausgegeben, die für den gesamten Zeitraum im Unternehmen bleiben. ASML bestätigte den Plan am Montag in einer E-Mail-Stellungnahme gegenüber Reuters und fügte hinzu, dass die Bedingungen noch finalisiert würden, das Angebot jedoch "allen anspruchsberechtigten Mitarbeitern" unterbreitet werde. Bei weltweit rund 44.500 Mitarbeitern werden die Gesamtkosten auf etwa 900 Millionen Euro geschätzt.finance.yahoo+3
Der Bonus erfolgt vor dem Hintergrund einer im Januar 2026 angekündigten Umstrukturierung, bei der ASML den Abbau von rund 1.700 Stellen ankündigte, was etwa 4 % der Belegschaft entspricht. Der Fokus liegt dabei auf Management- und Koordinationsrollen statt auf technischem Personal. Ein im Juni mit den niederländischen Gewerkschaften FNV und De Unie vereinbarter Sozialplan stellt sicher, dass es vor dem 1. Mai 2027 zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommt, was den betroffenen Mitarbeitern eine verlängerte Arbeitsplatzsicherheit bietet, während das Unternehmen seine Berichtsebenen strafft.trendforce+3
Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber dem niederländischen Sender NOS, dass die Aktienzuteilung ein Zeichen der Wertschätzung für die Leistungen der Mitarbeiter sei, "vor allem aber für die Arbeit, die in den kommenden Jahren erforderlich sein wird". Der Anreiz zur Mitarbeiterbindung spiegelt den intensiven Wettbewerb um Talente in der Halbleiterindustrie wider, wo Unternehmen wie TSMC und Samsung angesichts der sprunghaft gestiegenen KI-Nachfrage ähnliche Zahlungen eingeführt haben.thenextweb+1
Die Ankündigung folgt auf die starken Ergebnisse von ASML für das zweite Quartal 2026, die letzte Woche veröffentlicht wurden. Der gesamte Nettoumsatz erreichte 9,3 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen, während die Bruttomarge bei 54 % lag. Der Gewinn pro Aktie stieg im Jahresvergleich um etwa 29 %. Das Unternehmen hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf 43 bis 45 Milliarden Euro an, wobei die Bruttomargen zwischen 54 % und 56 % erwartet werden, was auf eine anhaltend starke Nachfrage in den Bereichen Logik- und Speicherchips zurückzuführen ist.marketbeat+2
Die Kombination aus rekordverdächtiger Nachfrage und einer mehrjährigen Kapazitätserweiterung macht die Kalkulation zur Mitarbeiterbindung einfach: ASML muss seine Belegschaft für die intensivste Wachstumsphase, die das Unternehmen je erwartet hat, an sich binden. Ob ein vierjähriger Aktienplan ausreicht, um Talente auf einem der weltweit angespanntesten Arbeitsmärkte zu halten, bleibt abzuwarten.